Mauernutfräse & Betonschleifer

Von der Bohrmaschine bis zur Oberfäse - Testberichte, Vorstellung, Besprechung
derbausch
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Re: Mauernutfräse & Betonschleifer

Beitragvon derbausch » Fr 3. Jul 2020, 08:28

the_black_tie_diyer hat geschrieben:Hi!

Eine Mauernutfräse rentiert sich ab dem Moment wo es mehr als ein oder zwei Schlitze sind.
Sprich die genannten: Bosch, Hilti aber auch Flex, Metabo, Eibenstock - da macht man nichts falsch mit und mann kann statt nach Marke nach "Tagespreis" kaufen. Ein weiterer Vorteil von sauberen Nuten ist, dass man z.B. auch die von mir vorgestellten Schnabl Unterputz Steck-Klemmen etc. verwenden kann. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil wenn man Meter macht. Und Kabel, über die man beim verputzen nicht mehr nachdenken muss, weil sie fest sitzen - sind die besten! :lol: Das schlägt so "Abenteuerlösungen" wie Nägel + Kabelbinder etc. um Welten. ( viewtopic.php?f=67&t=2362#p60361 )

Was Betonschleifer/Renovierungsfräse angeht, Festool Renofix 130 wäre meine Empfehlung. Fantastisches Gerät, kommt (das tun andere auch habe ich mir sagen lassen) bis an die Wand durch den klappbaren Bürstenkranz/Schutzhaube (werkzeuglos) und hat ein vernünftiges Verhältnis zwischen Gewicht/Leistung. Und auch eine Absaugung, die vernünftig (innerhalb einer gewissen Erwartungshaltung) funktioniert.

Beide Geräte benötigen einen erstklassigen Sauger.


Die von dir vorgestellten Lösungen hatte ich mir auch schon in dem Thread angeschaut! Siehta auf jeden Fall nach einer Arbeitserleichterung aus.
Geräte schaue ich mir an.

the_black_tie_diyer hat geschrieben:Und dann noch ein Wort zur Absaugung, es geht dabei in erster Linie nicht um Sauberkeit, zumindest nicht im, entschuldigt den Ausdruck, Hausfrauen Sinn. Soviel wie möglich von dem entstehenden Staub will man aus der Raumluft holen in der man arbeitet, bzw. gar nicht erst "in die Luft" abgeben. Was da selbst bei Profigeräten übrig bleibt und verteilt wird ist schon heftig genug - auch wo das Zeug überall reinkriecht - also keine Illusion von wegen Staubfrei aufkommen lassen. Aber der Unterschied zwischen dem was man im Idealfall absaugen kann, und mit Saugern unterschiedlicher Qualität tatsächlich abgesaugt wird, ist enorm!

Ich würde hier empfehlen mit Auffangbeutel im Sauger mit automatischer Filterreinigung zu arbeiten. Richtige Staubbeutel setzen sich zu schnell zu, und viele überleben die Filterreinigung nicht.


Zum Sauger hatte ich im vorherigen Post schon was geschrieben. Der fehlt mir für die anstehenden Arbeiten (da vorhandene Sauger keine Abklopfautomatik/Vorabscheider haben). Da werde ich unabhängig von den Maschinen eine Wahl treffen müssen.
Das das alles nicht "staubfrei" ist weiß ich ja von bisherigen Tätigkeiten. Da die Immobilie für Monate komplett leer steht, bis sie bezugsfertig ist, ist das mit dem üblichen Reststaub auch kein Problem. Das sieht bei einer bewohnten Immobilie natürlich ganz anders aus.

the_black_tie_diyer hat geschrieben:Zum Thema mieten oder kaufen, ich würde sie einfach ins Budget für die DHH mit einrechnen und kaufen. Dann ist da absolut kein Druck das irgendwas, irgendwann fertig sein muss - meine Erfahrung bei "Otto-Normal" Verleihern ist das die bei Diamant-Einsetzwerkzeugen recht komisch werden, dann mit Messschieber etc. einen "Verschleiß" berechnen wollen ... Das muss man sich nicht geben. Das ist ungefähr so, wie wenn man sich ein Baustellenfahrzeug z.B. weil es Geländegängig sein muss mieten will, und dann zu Avis geht - und die einen Herzinfarkt kriegen weil die Kiste halt danach mal richtig dreckig ist, oder ne Schramme hat. Das macht man nicht, da geht man zum Spezialisten wie Zeppelin. Für die ist das halt normal.

Aber wie gesagt, der wichtigste Punkt steht am Anfang. Wenn man mal keine Lust hat, sich nicht gut fühlt - was auch immer. Licht aus, und zurück nach Hause auf die Couch oder die Gartenbank zum entspannen. Bei nem Leihgerät, fängste dann an das zu hinterfragen, ach ich mach doch weiter, ich muss ja weiter ... Und dann passiert was doofes oder gar ein Unfall. Ne von sowas will ich mich nicht treiben lassen, bei Einsätzen wo man nicht weiß wie lange sie wirklich dauern, oder ob nicht doch nochmal was nachkommt.

Das ist auch so ein Punkt, hat man das Gerät vor Ort, und "kann man mal eben" ... :)

Dazu kommt, das die genannten hochwertigen Geräte auch nach einem Einsatz noch hohe Wiederverkaufspreise erzielen können (Vor allem schön geputzt, gute Bilder und dann als eBay-Auktion - was da selbst für absolute Antik-Gurken (z.B. von Hilti) noch gezahlt wird ist irre! Jeden Tag steht einer von denen auf, das sollte man sich, solange es noch läuft, zu nutzen machen bei sowas!)

Ob man das tut, muss man selber wissen - meine Erfahrung ist da eher so, dass man sich früher oder später ärgert das man so ein Werkzeug verkauft hat. Einmal angeschafft und übers Eigenheim "abgeschrieben", fressen die kein Brot mehr - höchstens Platz. Aber was sind 2 Koffer für das gute Gewissen auch beim nächsten Einsatz gerüstet zu sein.


Generell bin ich auch kein Freund von leihen - aus den von dir angesprochenen Punkten.
Bisher beschränkte sich leihen bei mir auf Geräte, die man wirklich nur sehr. sehr selten braucht, Anschaffungspreis nicht in Relation steht und/oder zu viel Platz zu Hause einnimmt, z.B. Rüttelplatte, Erdbohrer, etc.

Vielen Dank für dein ausführliches und wertvolles Feedback, Oliver!

Beste Grüße
Michael

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Re: Mauernutfräse & Betonschleifer

Beitragvon derbausch » Fr 3. Jul 2020, 08:35

oldtimer hat geschrieben:Ich würde trotz aller Empfehlungen zuerst, da es sich um eine altes Zechenhaus handelt, mit einem kleinen Stemmhammer partiell den Putz abschlagen.
Dann sieht man erst die Grundlage, bei alten Häusern vielleicht Feldbrandsteine. So eine frei gelegte Wand kann nachher ihren Reiz haben, der ist aber nicht mehr ganz so gut, wenn schon brutal geschlitzt wurde. Die Innenwände könnten auch eine Fachwerkkonstruktion sein. Mein Elternhaus von 1910 war so aufgebaut, aussen Feldbrand, innen Fachwerk mit Bimssteinen ausgemauert.

Wenn man dann so langsam öffnet, dann können sich Abgründe auftun. Bei meiner letzten Fachwerkhaussanierung kam eine Überraschung nach der anderen.

Dann sieht es irgendwann so aus und man hat Glück, wenn man nur einen überputzten Brandschaden vorfindet. Kräftig angekokelte Balken von Zwischendecken habe ich häufiger gehabt. Die Zwischendecken habe ich auch immer ausgeräumt, was sich über der Unterlattung fand war meist ekelhaft.

Und irgendwann ist man da angekommen.

Und dann geht die Arbeit und das Geldausgeben los.


Hallo Volker,

du machst mir ja mal Mut ;-)

Zum Glück weiß ich, was sich hinter Tapete, über/unter Decken, etc. verbirgt.
Unsere DHH wurde vor 15 Jahren komplett kernsaniert und dabei mit > 700 Fotos vieles dokumentiert.
Weiß nicht heißen soll, dass der Zustand in der anderen Hälfte nicht besser oder schlechter sein kann!
Insofern bleibt ein gewisses Restrisiko, dass ich da die ein oder andere Überraschung erleben werde.

Wenn es so aussieht wie auf deinen Fotos, schließe ich hinter mir die Haustüre und nutze die DHH nur noch als Abstellkammer ;-)

Beste Grüße
Michael

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Re: Mauernutfräse & Betonschleifer

Beitragvon oldtimer » Fr 3. Jul 2020, 10:07

derbausch hat geschrieben:
Wenn es so aussieht wie auf deinen Fotos, schließe ich hinter mir die Haustüre und nutze die DHH nur noch als Abstellkammer ;-)

Beste Grüße
Michael


Oder der Beginn einer wunderbaren Werkstatt :mrgreen:

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Re: Mauernutfräse & Betonschleifer

Beitragvon tmaey » Fr 3. Jul 2020, 10:12

oldtimer hat geschrieben:
derbausch hat geschrieben:
Wenn es so aussieht wie auf deinen Fotos, schließe ich hinter mir die Haustüre und nutze die DHH nur noch als Abstellkammer ;-)

Beste Grüße
Michael


Oder der Beginn einer wunderbaren Werkstatt :mrgreen:

... das dachte ich auch gerade :lol: :lol:

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Re: Mauernutfräse & Betonschleifer

Beitragvon derbausch » So 5. Jul 2020, 16:36

oldtimer hat geschrieben:
derbausch hat geschrieben:
Wenn es so aussieht wie auf deinen Fotos, schließe ich hinter mir die Haustüre und nutze die DHH nur noch als Abstellkammer ;-)

Beste Grüße
Michael


Oder der Beginn einer wunderbaren Werkstatt :mrgreen:


Gar keine schlechte Idee.
Meine Mutter konnte ich allerdings heute mit der Besichtigung nicht schocken, so dass sie tatsächlich gerne nach Sanierung zur Miete anziehen möchte.
Insofern bleibt die Werkstatt wohl in der Garage ;-)

Gruß
Michael

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Re: Mauernutfräse & Betonschleifer

Beitragvon tmaey » So 5. Jul 2020, 16:41

derbausch hat geschrieben:
oldtimer hat geschrieben:
derbausch hat geschrieben:
Wenn es so aussieht wie auf deinen Fotos, schließe ich hinter mir die Haustüre und nutze die DHH nur noch als Abstellkammer ;-)

Beste Grüße
Michael


Oder der Beginn einer wunderbaren Werkstatt :mrgreen:


Gar keine schlechte Idee.
Meine Mutter konnte ich allerdings heute mit der Besichtigung nicht schocken, so dass sie tatsächlich gerne nach Sanierung zur Miete anziehen möchte.
Insofern bleibt die Werkstatt wohl in der Garage ;-)

Gruß
Michael

Konntest Du deiner Mutter nicht die Garage schmackhaft machen? :mrgreen:

hat bei meiner Frau auch nicht geklappt, als ich mit dem Vorschlag kam, den Wintergarten zur Werkstatt zu machen...

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Re: Mauernutfräse & Betonschleifer

Beitragvon derbausch » So 5. Jul 2020, 16:52

Kurzer Status:

Mauernutfräse:
Wird erst entschieden wenn klar ist, wie wir die Elektrik verlegen und wie viele Schlitze dann wirklich neu benötigt werden.
Vielen Dank für eure Anregungen. Wenn es dann eine wird, habe ich aktuell die Bosch GNF 35 auf dem Zettel.

Betonschleifer:
Hier ist meine Entscheidung auf die Festool RG 130 im Set mit DIA ABR gefallen. Primär, um den Fliesenkleber von Fußböden und Wänden zu entfernen.

Zur Absaugung habe ich mir von Festool den CTL 26 E AC Renofix Cleantec und den CTL 26 E AC Cleantec angesehen.
Wenn ich das richtig verstehe unterscheiden sich die beiden Ausführung eigentlich nur durch den Schlauch und den Verschlussschieber.
Laut Festoolseite haben die beiden Sauger aber auch andere Abmessungen und Gewicht. Ob sich die zwei Sauger neben dem Zubehör (Schlauch und Schieber) tatsächlich unterscheiden erschließt sich mir nicht wirklich. Für meinen vorhandenen Sauger habe ich jedenfalls beide Schläuche (in der alten Ausführung). Theoretisch wäre dann eher der NICHT Renofix interessant, da ich dann für die "normalen" Arbeiten mit den Holzwerkzeugen den neuen Schlauch hätte.

Gruß
Michael

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Re: Mauernutfräse & Betonschleifer

Beitragvon derbausch » So 5. Jul 2020, 16:53

tmaey hat geschrieben:Konntest Du deiner Mutter nicht die Garage schmackhaft machen? :mrgreen:

hat bei meiner Frau auch nicht geklappt, als ich mit dem Vorschlag kam, den Wintergarten zur Werkstatt zu machen...


Auf die Idee bin ich nicht gekommen - ich versuch es gleich mal, noch ist sie hier ;-)

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Re: Mauernutfräse & Betonschleifer

Beitragvon oldtimer » So 5. Jul 2020, 17:18

tmaey hat geschrieben:Konntest Du deiner Mutter nicht die Garage schmackhaft machen? :mrgreen:

hat bei meiner Frau auch nicht geklappt, als ich mit dem Vorschlag kam, den Wintergarten zur Werkstatt zu machen...




Thomas!! :roll: Mutter! Mutter nicht Schwiegermutter :roll: :roll:

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Re: Mauernutfräse & Betonschleifer

Beitragvon tmaey » So 5. Jul 2020, 17:58

oldtimer hat geschrieben:
tmaey hat geschrieben:Konntest Du deiner Mutter nicht die Garage schmackhaft machen? :mrgreen:

hat bei meiner Frau auch nicht geklappt, als ich mit dem Vorschlag kam, den Wintergarten zur Werkstatt zu machen...




Thomas!! :roll: Mutter! Mutter nicht Schwiegermutter :roll: :roll:


Das ist doch die Schwiegermutter seiner Frau :mrgreen: :mrgreen:


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