Festool-Basis-Abrichte / Abrichten mit der OF

Vorrichtungsbau u. sonstige Hilfsmittel
oldtimer
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Re: Festool-Basis-Abrichte / Abrichten mit der OF

Beitrag von oldtimer »

Threedots hat geschrieben:Hallo Volker,

Deine Umsetzung gefällt mir ausgesprochen gut. Insbesondere die Idee, zwei Wasserwaagen zur Führung des Frässchlittens zu verwenden, ist genial.
Ich hatte nichts anderes :D . Mark, dessen Abrichte als Vorlage dient, nimmt Richtscheite. Die sind deutlich breiter, dadurch können die Bretter auch dicker sein. Bei mir hatte die Esche-Blockware jetzt 4,5 cm. Mark schiebt fast halbe Bäume durch.

Ich bin mit den dadurch gegebenen Ergebnissen zufrieden. Für ein Sideboard habe ich die Bretter beidseitig auf 30 mm abgerichtet. Die obere Platte wird ca. 1250x350 mm.
Dieses Jahr ist es das zweite Mal, dass ich etwas aus Massivholz baue. Dafür reicht es. Vor drei Jahren habe ich einen Couchtisch aus Eiche gebaut.
Also Abstände, die keinen Sinn machen eine Hobelmaschine anzuschaffen.
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Threedots
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Re: Festool-Basis-Abrichte / Abrichten mit der OF

Beitrag von Threedots »

Hallo Volker,

ich kenne Marks vorgestellte Lösung auch aus dem Nachbarforum. Wasserwaagen habe ich, aber keine Richtscheite.

Ich sehe es genauso wie Du, dass die Anschaffung eines ADH sich momentan nicht lohnt, mal abgesehen davon, dass ich keinen "festen" Werkstattraum habe.
____________
LG

Roland
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the_black_tie_diyer
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Re: Festool-Basis-Abrichte / Abrichten mit der OF

Beitrag von the_black_tie_diyer »

Hallo,

Ich wurde hierher gelotst, sehr schöne Lösung Volker!

Viele Grüße,
Oliver
Viele Grüße,
Oliver

"... lade ich Sie nun in mein belgisches Lieblings Bistro gleich um die Ecke ein, und ich bin beglückt sagen zu können das sie dort kein L'eau d'orties haben." - David Suchet als Hercule Poirot (S08/E01)
AltrockerKDL
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Re: Festool-Basis-Abrichte / Abrichten mit der OF

Beitrag von AltrockerKDL »

Hm,
Idee und Umsetzung = gelungen.
das mit den 'planen Wasserwagen' machts nochmal einen Tick genialer.
Doch...
wenn ich kein Festool Fräse und Unterbau hab, kann ich dann Deine Vorrichtung nicht nutzen ?* :shock:


*hab da ne ganz ordinäre Scheer-Handwerker-OberFräse und uralte Böcke von meinem Großvater noch ...
Grüße vom Solling
Klaus

im nächsten Leben werde ich Holzwurmhändeler :D
oldtimer
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Re: Festool-Basis-Abrichte / Abrichten mit der OF

Beitrag von oldtimer »

AltrockerKDL hat geschrieben:Hm,
Idee und Umsetzung = gelungen.
das mit den 'planen Wasserwagen' machts nochmal einen Tick genialer.
Doch...
wenn ich kein Festool Fräse und Unterbau hab, kann ich dann Deine Vorrichtung nicht nutzen ?* :shock:


*hab da ne ganz ordinäre Scheer-Handwerker-OberFräse und uralte Böcke von meinem Großvater noch ...
Dann baust Du halt Uralt-Möbel wie Großvater, ist doch okay :D

Leider hatte ich noch nie die Möglichkeit mit einer Scheer zu arbeiten, aber ich weiß, dass es da eine eingeschworene Gemeinschaft gibt.
Ich hatte irgendwann mit Festool angefangen und bin mit vielen Geräten dabei geblieben.

Die hier gezeigte abgerichtete Esche wird für eins der nächsten Vorhaben benötigt, eine Konsole im Stil Louis XVI. also Ururur...urgroßvater.
Würde ich ja gerne in deren Stil bauen, aber mit der Handsäge bin ich eine Lusche, und möchte es auch nicht lernen.

Gruß
AltrockerKDL
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Re: Festool-Basis-Abrichte / Abrichten mit der OF

Beitrag von AltrockerKDL »

...dat is ma ga nich sooo schweer - unsere Vorväter waren schon genial, weil Leim und Nägel und das ganze andere Zubehör ...
bis zum Massivholz, war teuer im Sinne der Eigenherstellung ;)
Daher schon mal geniale Holzverbindungen, wenig verleimt ... und wie heißt es neudeutsch:
'Ressourcen schonen'

...also...
Muttu nur trauen zu machen... :mrgreen:
Grüße vom Solling
Klaus

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oldtimer
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Festool LR-32-Sys

Beitrag von oldtimer »

Hallo,

seit Monaten hatte ich vor die Grundplatte der "Abrichte" mit zwei Lochreihen für meine Festool Spannelemente zu versehen.

Da ich in der letzten Woche dazu gekommen bin, nutze ich hier die Gelegenheit das öfter im Forum angesprochene Festool Lochreihensystem genauer vorzustellen. Wahrscheinlich kennen es nur Wenige.

Ich betreibe es mit der OF 1010.
DSC01636.JPG
Um die 1010 auf die Führungsplatte zu klemmen wird vorher in die Spannzange der OF ein Zentrierdorn montiert,
DSC01637.JPG
die OF auf der Grundplatte ausgerichtet
DSC01638.JPG
und geklemmt (links und rechts die Schrauben mit den untermontierten Abstandhaltern)
DSC01639.JPG
Dann wird der Zentrierdorn gegen einen 20 mm Nutfräser mit Grundschneide getauscht,
DSC01640.JPG




DSC01643.JPG
Das LR 32 ist vorgesehen um in Seitenwände exakt Lochreihen und Befestigungspunkte für Beschläge zu setzen.
Zur exakten Einstellung und Anlage an Seitenwänden dienen dafür zwei Seitenanschläge mit Anschlagreitern.
DSC01655.JPG
Da ich das System hier aber in einer eher so nicht vorgesehenen Form nutze, messe ich die Abstände mit dem Meterstab zur Kante der zu bearbeitenden Grundplatte aus. Vorher hatte ich von dieser die Aluwinkel abgeschraubt.

DSC01654.JPG
Weiterhin gibt es noch einen Längenanschlag. Der dient dazu, dass bei jedem Seitenteil die Führungsschiene gleich angelegt wird. Zu dem System gehören zwei Längenanschläge, die so positioniert werden, dass bei einer Seitenwand gegenüberstehende Lochreihen identisch sind.
DSC01653.JPG

Meine Siebdruck-Grundplatte ist 24 mm stark, die Lochreihe ist aufgezwungen, unorthodox mit Schraubzwingen von oben - geht hier nicht anders.

DSC01646.JPG
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oldtimer
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Festool LR-32-Sys

Beitrag von oldtimer »

Fräsen möchte ich Sacklöcher die ca. 21 mm tief sind.

Dafür wird die OF mit der Führungsplatte auf die Führungsschiene gestellt und auf die Siebdruckplatte abgesenkt,
und genullt,
DSC01648.JPG
und die Bohrtiefe eingestellt.
DSC01649.JPG
Nach einer Probebohrung wird die Tiefe kontrolliert.
DSC01650.JPG
Dann konnte die Reihe gefräst werden,
DSC01652.JPG
nach dem Fräsen der gegenüberliegenden Seite konnte ich die Aluwinkel wieder montieren,

und so sieht die Grundplatte jetzt aus.
DSC01656.JPG

Fortsetzung folgt,


Gruß
Volker
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oldtimer
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Spannkeile

Beitrag von oldtimer »

Ursprünglich hatte ich vor die Festool Spannelemente zu nutzen. Jedoch wurde mir sehr schnell klar, dass diese zu viel Platz auf der eher kleinen Grundplatte benötigen.
Eine kurze Überlegung führte zu den von Klaus hier vorgestellten Excenterspannern, aber der Platzbedarf ist auch ordentlich.

Also war die Lösung: Verkeilen.

Also ein Reststück Siebdruckplatte auf den Arbeitstisch gelegt, Beilagen zur Auflage der Führungsschiene angelegt,
DSC01658.JPG
DSC01659.JPG
Führungsschiene aufgelegt,
DSC01660.JPG
Lochreihe gefräst.
DSC01661.JPG

Dann auf zur FKS, den Steifen aufgeteilt,
DSC01662.JPG
Vorrichtung für den schrägen Schnitt aufgespannt,
DSC01663.JPG
geteilt.
DSC01664.JPG
DSC01665.JPG
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Zuletzt geändert von oldtimer am Mo 24. Jul 2017, 10:51, insgesamt 1-mal geändert.
oldtimer
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Spannkeile

Beitrag von oldtimer »

20mm-Dübelstange in 40 mm lange Abschnitte geteilt. Dabei die Vorrichtung irgendwie zum Fritz gemacht.
DSC01666.JPG
und in die Bohrungen der Keile geleimt.
DSC01667.JPG
Mit dem Duplex die Kanten der Dübelstange angefast und auch die Riffelung ein wenig geschliffen, dann flutsch der Keil besser in die Löcher der Grundplatte oder auch der Löcher des MFT.
DSC01674.JPG
Gespanntes bzw. verkeiltes Werkstück:
DSC01676.JPG
Dann noch einige unterschiedliche Keile gesägt
DSC01680.JPG
und zur Aufbewahrung in den Leersystainer geräumt.
DSC01682.JPG

Danke fürs Interesse

Gruß
Volker
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