So Dieter, das Geheimnis, wie die Dielen gespachtelt wurden ist gelüftet.
Ich war am Freitag bei meinem Cousin und hab die Randleisten montiert. Die sehen etwas wuchtig aus, aber das hat seinen Grund.
Der Maurer, der die Wände neu verputzt hat, hat nicht bis nach unten an die Bretter verputzt, sondern hat ca. 3 bis 4 cm darüber aufgehört. Das ist nicht gut. Außerdem sind die Wände alles andere als gerade. Teilweise fehlts da um über 1 cm.
Am Freitag war der Maurer zufällig vor Ort um zu sehen, wie weit die Baustelle fortgeschritten ist. Ich hab im gleich gesagt: Franz- Josef das was du da verputzt hast ist nicht sauber gearbeitet. Meine Garagen, die ich selbst verputzt habe sehen besser aus. Das hat ihm zwar nicht gepasst, entspricht aber der Wahrheit und ist mir egal. Da bin ich frei heraus.
Er hat mich nämlich angepfiffen, warum ich die Unterkonstruktion vom Boden auf 1 bis 2mm ausgerichtet habe und die Decke auch. Ich hab ihm gesagt: Ich bin Maschinenbauer und da gehts eben mal genau. Aber egal. Es ist wie es ist.
So nun zum eigentlichen Thema: Wie wurde der Boden gespachtelt. Ich hab mir angesehen wo und wie der Fußbodenleger gespachtelt hat. Nämlich gar nicht. Kein Kleber mit Staub vermischt, kein Lack mit Staub vermischt. Die Fugen hat er nicht ausgespritzt. Scheinbar haben die sich über die letzten 3 bis 4 Wochen von selbst verschlossen. Oder da ist einfach Schleifstaub drin. Die sieht man praktisch kaum noch.
Genau wie du vermutet hast Dieter, hat der Fußbodenleger nur einzelne Stellen mit überschleifbaren Acryl ausgebessert. Das hab ich übrigens auch benutzt um die Löcher von den Stauchkopfnägeln zu verschließen. Man muß schon sehr genau hinschauen damit man die Löcher noch sieht.
Von dem Acryl hab ich auch ein Bild gemacht. Sehr gutes Zeug, das der da verwendet hat.
Ich hab wieder was gelernt, wie fast auf jeder neuen Baustelle. Jeder hat so seine eigenen Techniken und geht anders vor. Eine generelle allgemeingültige Herangehensweise gibts anscheinend nicht.
Die Bilder hab ich jetzt nicht in den Text eingebunden, da sie selbstsprechend sind. Ein Bild ist dabei, wo man sie Fuge zwischen Leiste und Putz sieht. Die Stelle war noch eine gute Stelle. Da waren mache Stellen dabei, wo ich die Leiste absägen und einen Knick von 1 bis 1,5° machen mußte. Also Winkelabweichung 2 bis 3°.
Ich hab auch noch vom Boden ein paar Bilder gemacht. Mir gefällt der Boden unheimlich gut. Der Fußbodenleger hat sehr sauber gearbeitet. Ich kann nur wiedergeben, was mir mein Cousin erklärt hat. Der erste Schliff war mit einer großen Bandschleifmaschine, sehr breit. Wie breit genau, weiß ich nicht. Danach hat der Fußbodenleger nur mit einem Tellerschleifer gearbeitet. Wie er die Ecken und Kanten so sauber geschliffen hat, ist mir ein Rätsel. Auf jeden Fall sieht man keine Übergänge, keine Kanten nichts. Einfach saubere Arbeit. So muß das sein.
Das Öl hat er mit einer Art Filz eingearbeitet. Das fühlt sich richtig gut an, wenn man darauf mit Socken läuft. Leider hab ich von dem Öl kein Bild gemacht. Falls jemand Interesse hat, was das für ein Öl ist, bitte einfach melden. Da kann ich das Bild nachreichen. Franz, mein Cousin hat die leere Flasche noch im Gang stehen.
Er ist auf jeden Fall überglücklich einen Boden von den Bäumen aus seinen eigenen Wald im Haus zu haben. Umsomehr freut es mich, dass ich ihm mit meiner Arbeit eine Freude fürs Leben machen konnte.
Das ist das Ende dieser Arbeit. Fortsetzung an der Stelle mit Bildern gibt es leider keine mehr.
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