Aus Dikados Werkstatt

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Dikado
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Aus Dikados Werkstatt

Beitrag von Dikado »

Hallo Holzwürmer
Ich selbst lese gerne, was andere aus ihrer Werkstatt berichten und natürlich schaue ich auch gerne Fotos.
Viele Vorrichtungen und Ideen habe ich auf diese Weise gesammelt und auf meine Bedürfnisse angepasst. Deshalb möchte ich hier nach und nach mal etwas von mir, meinen Vorrichtungen und Arbeitsweisen vorstellen. Vielleicht ist ja für jemanden eine interessante Sache dabei.
Anfangen möchte ich mit der Bearbeitung von Kanten. Da ich oft Spanplatte verarbeite und dann die Kanten mit ABS Umleimern versehe, müssen diese natürlich auch bearbeitet werden. Spanplatten werden mit der Tauchsäge vorgeschnitten und dann mit der Oberfräse sauber gefräst. Die Umleimer werden mit dem Conturo von Festool aufgebracht und dann wieder mit der Oberfräse bearbeitet.
Man kann grundsätzlich auch mit der Tauchsäge relativ saubere Kanten herstellen, aber nur relativ, deshalb fräse ich. So schaffe ich es absolut saubere Kanten ohne einen Ausriss herzustellen. Das Ganze kann man auf dem Frästisch machen, was mir aber zu viel Fummelei war, deswegen bin ich einen anderen Weg gegangen.

In Fusion 360 zeichnete ich eine Form, die ich dann aus einer 10 mm Phenolharz Platte, mit der Shaper Origin ausfräste. Der Griff war von Festool und die kleine Säule unter dem Griff, stammt aus meinem 3D Drucker. Die Kanten wurden gebrochen bzw. abgerundet.
Auf dem dritten Bild sieht man die originale Grundplatte von DeWalt, die mir aber deutlich zu klein war. Da beim Fräsen von Spanplatten die Werkstatt immer aussieht, wie Sau, musste ich mir auch dafür etwas ausdenken.
Ich zeichnete mir zwei Absaugadapter einen für das Fräsen der Spanplatten und einen zweiten für das Abrunden der ABS-Kanten.

Diese unterscheiden sich nur in der Größe, also im Abstand zur Kante und werden mit drei M3 Schrauben an der Grundplatte befestigt.
Der Freiraum beträgt 3mm und dadurch wird fast 100% beim Fräsen abgesaugt.
Zwei Streichmaße werden gegeneinander auf das genau gleiche Maß eingestellt, jeweils mit einer Zwinge auf dem Holz befestigt. Dann lege ich das 40 x 40 mm Aluprofil gegen die Streichmaße und zwinge das Profil an der Spanplatte fest. Anschließend werden die Streichmaße entfernt und ich kann fräsen. Hört sich vielleicht kompliziert an, dauert aber in der Regel nur 30 Sekunden, besonders dann, wenn viele gleiche Teile bearbeitet werden sollen.

Mit der rechten Hand wird die Fräse gehalten, die linke Hand liegt teilweise auf dem Griff und teilweise auf dem Aluprofil. So fräst sich das sehr komfortabel. Wenn ich ausversehen die Fräse nicht richtig ans Profil drücke, dann fräse ich halt nochmal drüber. So kann ich nie zu viel wegfräsen.
Im Moment arbeite ich lieber mit der Dewalt Fräse, als mit der MFK700 von Festool, aber auch die hat bei mir ihre Daseinsberechtigung. Grundsätzlich sind Fräsen in meiner Werkstatt keine Mangelware und irgendwie vermehren die sich ganz von alleine :D

Leider habe ich noch Probleme mit dem Einstellen von Fotos. Ich bekomme sie weder gedreht, noch verkleinert.
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Gruß Dirk
Dikado
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Re: Aus Dikados Werkstatt

Beitrag von Dikado »

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Gruß Dirk
Woswasi
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Re: Aus Dikados Werkstatt

Beitrag von Woswasi »

Interessante Vorgangsweise. Wo hast du die streichmaße her?
Ich hab das bisher mit führungsschiene und of Adapter gemacht. Geht auch ganz gut. Nur hab ich mit Zollstock die fsn eingerichtet und dabei entsteht etwas mehr Abweichung.

Bilder musst du vorm upload richtig drehen und auf die größe runter skalieren
LG Gerald
Dikado
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Re: Aus Dikados Werkstatt

Beitrag von Dikado »

Die waren mal von ebay. Gib einfach Streichmaß Metall ein, da findest du ganz viele. Bei Sorotec kostet eins 30€.
Der Vorteil ist, dass du wirklich auf 0,1 mm genau arbeiten kannst.
Das mit den Bildern werde ich mal versuchen, danke.
Zuletzt geändert von Dikado am Sa 3. Jan 2026, 19:00, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß Dirk
Dikado
Beiträge: 445
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Re: Aus Dikados Werkstatt

Beitrag von Dikado »

Hier mal ein kleiner Herzenswunsch von mir, ein mini Frästisch. Einfach nur um mal kleine Werkstücke abzurunden, für alles andere hab ich noch einen großen Frästisch. Auch hier wieder eine Phenolharz Platte 10 mm, dadurch hab ich eine durchgehende Oberfläche.
20260102_183227.jpg
Das Drehen hat wieder nicht geklappt :cry:
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Gruß Dirk
oldtimer
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Re: Aus Dikados Werkstatt

Beitrag von oldtimer »

Woswasi hat geschrieben: Sa 3. Jan 2026, 17:30 Interessante Vorgangsweise. Wo hast du die streichmaße her?
Ich hab das bisher mit führungsschiene und of Adapter gemacht. Geht auch ganz gut. Nur hab ich mit Zollstock die fsn eingerichtet und dabei entsteht etwas mehr Abweichung.

Bilder musst du vorm upload richtig drehen und auf die größe runter skalieren
Ich habe ein Streichmaß von Forum aus dem Metallgrosshandel.
20260103_200712.jpg
Meine Augen lieben mittlerweile das digitale.
20260103_200729.jpg
Ich habe sie heute wieder benötigt.
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Dikado
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Re: Aus Dikados Werkstatt

Beitrag von Dikado »

Dass es die Dinger auch Digital gibt war mir neu.

Übrigens, nur mal kurz ein Brett bekanten, dauert fast genauso lange, wie einen halben Kleiderschrank zu bauen..... was für ein Aufwand.
20260103_142746.jpg
Also das Drehen hat jetzt schon mal geklappt.
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Gruß Dirk
Dikado
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Re: Aus Dikados Werkstatt

Beitrag von Dikado »

So mal eben eine kleine Flurgarderobe basteln. Sollte eigentlich die Spanplatte aus dem letzten Beitrag werden, hat mir dann aber doch nicht gefallen. Also Eiche..... Eiche ist immer gut.
20260107_193509b.jpg
Früher hab ich solche Fräsungen mit Schablone gemacht, heute bin ich faul geworden.
Die Shaper ist aber auch ein wirklich tolles Spielzeug. Absolut genau und einfach zu bedienen. Da dauert so ein Loch gerade mal ein paar Minuten.
tt.jpg
Um die genaue Position für die Bohrlöcher zu ermitteln druckte ich einfach eine kleine Schablone mit Senkung für den Scharnierbohrer. Die Löcher haben perfekt gepasst. So macht Basteln Spaß.
20260107_213001a.jpg
Die Schlüssellochaufhänger wurden auch der Rückseite auch mit der Shaper eingefräst.
20260108_144136a.jpg
Das genaue Ausrichten war noch die letzte Herausforderung.

Was ich immer wieder merke ist, dass die Akku-Kantenfräse doch nicht so viel Kraft hat wie eine kabelgebundene Fräse. Mit Kabel sind die Fräsungen sauberer. Hier ist es mir wieder beim Abrunden der Kanten aufgefallen.
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Gruß Dirk
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Sebastian
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Re: Aus Dikados Werkstatt

Beitrag von Sebastian »

Interessante Vorgehensweise und tolle Idee für eine schlichte Garderobe. Einzig die Haken sind für mich irgendwie nicht stimmig. Aber das ist Geschmacksache und mit genügend Jacken davor sieht man sie sowieso nicht mehr.😇
live long and prosper
Sebastian
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Klaus
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Re: Aus Dikados Werkstatt

Beitrag von Klaus »

Schlichte, praktische Garderobe - gefällt mir sehr gut, gerade weil sie so einfach ist. Und im Gegensatz zum Sebastian find ich die einfachen Haken da ebenfalls sehr passend.

Gruss, Klaus
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