Kleiner Schreibtisch aus Esche

Was sonst nirgens reinpasst...
Claus P
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Re: Kleiner Schreibtisch aus Esche

Beitrag von Claus P »

Klaus hat geschrieben: Sa 31. Jan 2026, 11:46 Servus Claus,

da machst Du ja fast schon Kunststoffteile aus der schönen Esche :mrgreen: Wie ist denn das beim PU von Soudal mit dem Schäumen? Das hat mich, neben der begrenzten Haltbarkeit, bisher davon abgehalten damit mehr als unbedingt notwendig zu arbeiten. Auf jeden Fall schön, Deine Fortschritte zu sehen. Die gedrehten Bilder stören mich jetzt nicht, man kann gut sehen, was Du wie machst. Und wenn Windows Dich ins Grab bringt kannst Du ja eine Linux Frischzellenkur anfangen :mrgreen:

Gruss, Klaus
Servus Klaus,

der P4 Holzleim von Soudal ist gut. So stark schäumt er nicht. Was mir an dem PU- Leim gefällt ist, dass man auch bei tiefen Temperaturen arbeiten kann und eine gute Bindung eingeht. Normalerweise bindet der PU Leim so gut ab, dass die Leimstelle nicht bricht.
Ich hatte ja das letzte mal Bilder gezeigt, wo man sieht, wie der Leim gequollen ist.
k-IMG_2789.JPG
k-IMG_2788.JPG
Die fertig gehobelte Platte sieht man hier:
k-IMG_2812.JPG
Die Fugen sind absolut dicht und auch fest.


@all

es git auch einen kleinen Fortschritt von heute Vormittag. All zuviel ist nicht passiert. Ich habe das überschüssige Epoxi mit dem Handhobel entfernt und dann 1x durch die Dicke gejagt. So sieht das Ergebnis nach dem Füllen aus:
k-IMG_2816.JPG
k-IMG_2817.JPG
Dann gleich noch die andere Seite gefüllt, damit sie über Nacht wieder aushärten kann.
k-IMG_2818.JPG
k-IMG_2819.JPG
k-IMG_2820.JPG
Off Topic:
Heute Nachmittag hatte ich keine Zeit um am Schreibtisch zu arbeiten. Die Hobelmaschine, die ein Freund letzte Woche gekauft hat, hab ich mit dem Merlo abgeladen und in seine kleine Werkstatt gestellt.
Es ging sehr eng zu, aber der durch die Allradlenkung hab ich die Maschine sehr gut an den Bestimmungsort bringen können.
k-IMG_2821.JPG
Morgen wird von der Rückwand von dem Schubladenabteil von der Rückseite noch gefüllt. Dann kann alles trocknen bis zum Freitag. Mal schauen, vielleicht gibts morgen nochmal einen kurzen Bericht.
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Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Claus
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Sebastian
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Re: Kleiner Schreibtisch aus Esche

Beitrag von Sebastian »

Geschickt, wenn man einen Freund mit Merlo hat :o

Die Bilder mit der Fertig gehobelten Fläche gefallen mir. Die Füllung auf diese Art kommt gut raus.
live long and prosper
Sebastian
oldtimer
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Re: Kleiner Schreibtisch aus Esche

Beitrag von oldtimer »

Hallo Claus,

es ist immer wieder beeindruckend Deine Gerätschaften in der Anwendung zu sehen, der Merlo ist ein super Gerät.

Den Soudal nehme ich auch gerne und Deine Epoxianwendung interessiert mich auch.


Gruß
Volker
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Klaus
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Re: Kleiner Schreibtisch aus Esche

Beitrag von Klaus »

Servus Claus,

vielen Dank für Deine Erklärung, hört sich so an wie wenn der Soudal brauchbar wäre. Bei der letzten Flasche ist bei mir aber mindestens dreiviertel hart geworden. Und als bekennendes Weichei - wenn es dem Weissleim zu kalt ist, ist es mir das auch :mrgreen:

Deine Eschebretter sehen teilweise schon sehr wild aus, das macht sie interessant. Also ich bin da wirklich drauf gespannt, wie der Tisch am Ende rauskommt.

Frei Haus Lieferung mit Merlo - so einen Luxus (und guten Freund) hat wahrlich nicht jeder :)

Gruss, Klaus
Claus P
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Re: Kleiner Schreibtisch aus Esche

Beitrag von Claus P »

Klaus hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 13:15 Servus Claus,

vielen Dank für Deine Erklärung, hört sich so an wie wenn der Soudal brauchbar wäre. Bei der letzten Flasche ist bei mir aber mindestens dreiviertel hart geworden. Und als bekennendes Weichei - wenn es dem Weissleim zu kalt ist, ist es mir das auch :mrgreen:

Deine Eschebretter sehen teilweise schon sehr wild aus, das macht sie interessant. Also ich bin da wirklich drauf gespannt, wie der Tisch am Ende rauskommt.

Frei Haus Lieferung mit Merlo - so einen Luxus (und guten Freund) hat wahrlich nicht jeder :)

Gruss, Klaus
Servus Klaus,

gerne geschehen. Noch ein Nachtrag zu dem Soudal P4 Leim. Ich kaufe den immer in größeren Mengen, nicht in den kleinen Flaschen. Das Problem bei den Flaschen ist, dass du beim Auftragen immer wieder frische (feuchte) Luft in die Flasche ziehst und mit der Zeit der PU- Leim abbindet und hart wird. Dann kannst die ganze Flasche wegwerfen und der Spaß wird teuer und Müll prodiziert man noch dazu.

Ich gieße den Leim immer in leere Gläßchen mit Schraubverschluß und Deckel. Je nachdem wo ich gerade welche her bekomme. Mal Gläßchen in denen Babybrei war, kleine Marmeladengläser, Gläser von Oliven etc.
Die Gläßchen fülle ich meist 1/4 voll oder vielleicht auch mal 1/2 oder 3/4 voll. Durch den Schraubverschluß trocknet der Leim nur nach sehr langer Zeit aus (1/2 bis 3/4 Jahr oder länger). Wenn man öfter mit PU- Leim arbeitet, trocknet der praktisch in dem luftdicht verschlossenen Glas nicht ein. Man muß nur aufpassen, dass das Gewinde immer sauber ist und die Dichtfläche auch, sonst bekommt man den Deckel nicht mehr ab. Ich reinige immer das Gewinde mit Isopropanol. Das geht ganz gut.

Wenn ich größere Menge brauche, dann gieße ich einfach aus dem Gläßchen meinen Leim direkt auf die Leimfläche. Nachdem der PU- Leim nicht so dünnflüssig ist, wie Weißleim, kann man ihn gut dosieren, auch ohne Dosierflasche und streicht anschließend nur mit einem Spatel den Leim auseinander.

Dadurch dass ich den Kanister immer nur ganz kurz offen hab, und mir meinen Leim aus den Gläsern hole trocknet er praktisch nicht aus und man kann den Kanister bis zum Ende aufbrauchen, ohne daß der Leim fest wird.

Zum Auftragen nehme ich keinen Pinsel sondern einen kleinen Spatel aus einem Holzspan (die ergeben sich aus Abfall sowieso). Wenn die mit Leim eingesaut sind, wandern sie danach in den Ofen. Damit kann man wie mit einer Spachtel den Leim gleichmäßig und dünn auftragen und verteilen bzw. abziehen. So quillt er auch nicht so stark auf, dass es eine große Sauerei gibt.
Der Verbrauch an Pinsel ist zu groß, weil die anschließend in den Müll wandern. Ich kaufe mir zwar immer solche Chinesenpinsel in einer 50er Packung, aber so verschwenderisch muß man auch nicht sein, auch wenn die Dinger nicht viel kosten.

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Heute gibts bzgl. dem Schreibtisch nicht viel Neues. Deswegen hab ich keine Bilder gemacht. Nur soviel: an einigen Stellen hab ich nochmals Epoxy nachfüllen müssen, da es teilweise sehr stark in die Fugen eingesickert ist. Außerdem hab ich die Rückwand von dem Schubladenabteil von der Rückseite noch gefüllt. So kann jetzt alles die Woche über trocknen.

Das richtige Ergebnis sieht man erst, wenn der "Batz" entfernt ist und man nur noch die dunklen Risse sieht.

Ja, Esche ist manchmal sehr lebhaftes Holz. Genau deswegen liebe ich es so sehr. Je nachdem kann Esche einfach nur weißlich gelb und die Maserung sehr homogen sein, oder aber sehr verwachsen mit wilder Maserung bis hin zur "Olivenesche" bei der die Maserung tatsächlich Olivenholz gleicht. Da sind auch einige Bohlen dabei. Diese Bohlen sind mir die liebsten. Ich liebe Holz, das bei vielen Schreinern im Ofen langen würde. Genau die Äste, Risse, oder auch die extrem wilde Maserung ist, was ich suche.
Wenn man auch genau hinschaut sieht man im Spint viele Stellen mit Riegelwuchs. Das sieht im ersten Moment so aus, als ob das Abdrücke von der Riffelwalze der Hobelmaschine sind. Sind es aber nicht, da die Schattierungen nicht gerade sonder meist krumm und nicht so regelmäßig sind. Das gefällt mir unheimlich gut.

Momentan sind die Teile noch nicht geschliffen, deswegen sind an einigen Stellen Rostspuren zu sehen. Auf dem Unterflurtisch von meiner Hobelmaschine hat sich leichter Flugrost gebildet. Aber dazu in einem anderen Post. Wenn die Teile geschliffen sind, dann entfalten sie erst ihre volle Schönheit. Momentan wirkt alles noch sehr rustikal, aber das wird. Bei meinen Badmöbeln war das auch so, bis die Oberflächen geschliffen wurden.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Claus
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Sebastian
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Re: Kleiner Schreibtisch aus Esche

Beitrag von Sebastian »

Claus P hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 13:45
Ich gieße den Leim immer in leere Gläßchen mit Schraubverschluß und Deckel. Je nachdem wo ich gerade welche her bekomme. Mal Gläßchen in denen Babybrei war, kleine Marmeladengläser, Gläser von Oliven etc.
Da "muss" ich als Chemiker und BGler tatsächlich mal einkrätschen. Gefahrstoffe in Lebensmittelgebinden ist eine harte Grenze. Warum? Weil wenn was passier es tatsächlich katastrophal ist. Kürzlich hatte ich einen Unfall auf dem Tisch, bei der jemand sich an einem Tee den gesammte Mundraum veräzt hat. Der Vornutzer des Wasserkochers hat vergessen zu kennzeichnen, dass im Wasserkocher noch Entkalker ist.

Es gibt im Laborbedarf sogenannte "Weithalsgläser" die es in verschiedenen Größen gibt. Da ist die Verwechselungsgefahr geringer als bei Babybreigläschen:

Beispiel: laborbedarfshop
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Sebastian
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Baumbart
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Re: Kleiner Schreibtisch aus Esche

Beitrag von Baumbart »

Hallo Sebastian,

dein Einspruch ist berechtigt, aber auch die Weithalsgläser müssen beschriftet werden, damit jeder weiß um was es sich bei dem Inhalt handelt, wenn ich das konsequent einhalte, spricht in meinen Augen nichts dagegen leere Gläser aus dem Lebensmittel bereich zu verwenden, es soll ja sogar Leute geben die ein ganzes Schraubgläserregal für Marmeladengläser bauen um dort Kleinteile unterzubringen :mrgreen:
Gruß Christian
Sauberes Werkzeug, saubere Arbeit :lol:
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Klaus
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Re: Kleiner Schreibtisch aus Esche

Beitrag von Klaus »

Also da muss ich als alter Hobbychemiker dem Sebastian beipflichten. War zu meiner aktiven Zeit ein absolutes No-Go. Beschriften ist auch Pflicht, sonst weiss man sehr bald selber nicht mehr, was drin ist -> Verwechslungsgefahr. Erst neulich hat meine Frau wieder irgendein Reinigungsmittel in eine Sprudelflasche abgefüllt :x Wurde unter erheblichen Schimpftiraden in was passendes umgefüllt. Es ist einfach zu riskant, dass jemand unbeteiligtes zu Schaden kommt. Ich muss gestehen, wenn ich nach einer Sprudelflasche lange, lese ich das Etikett nicht ...

Tut aber dem tollen Eschenholz von Claus keinen Abbruch, das gefällt mir immer besser :)

Gruss, Klaus
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Re: Kleiner Schreibtisch aus Esche

Beitrag von Claus P »

Sebastian hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 16:03
Claus P hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 13:45
Ich gieße den Leim immer in leere Gläßchen mit Schraubverschluß und Deckel. Je nachdem wo ich gerade welche her bekomme. Mal Gläßchen in denen Babybrei war, kleine Marmeladengläser, Gläser von Oliven etc.
Da "muss" ich als Chemiker und BGler tatsächlich mal einkrätschen. Gefahrstoffe in Lebensmittelgebinden ist eine harte Grenze. Warum? Weil wenn was passier es tatsächlich katastrophal ist. Kürzlich hatte ich einen Unfall auf dem Tisch, bei der jemand sich an einem Tee den gesammte Mundraum veräzt hat. Der Vornutzer des Wasserkochers hat vergessen zu kennzeichnen, dass im Wasserkocher noch Entkalker ist.

Es gibt im Laborbedarf sogenannte "Weithalsgläser" die es in verschiedenen Größen gibt. Da ist die Verwechselungsgefahr geringer als bei Babybreigläschen:

Beispiel: laborbedarfshop
Klaus hat geschrieben: So 1. Feb 2026, 18:51 Also da muss ich als alter Hobbychemiker dem Sebastian beipflichten. War zu meiner aktiven Zeit ein absolutes No-Go. Beschriften ist auch Pflicht, sonst weiss man sehr bald selber nicht mehr, was drin ist -> Verwechslungsgefahr. Erst neulich hat meine Frau wieder irgendein Reinigungsmittel in eine Sprudelflasche abgefüllt :x Wurde unter erheblichen Schimpftiraden in was passendes umgefüllt. Es ist einfach zu riskant, dass jemand unbeteiligtes zu Schaden kommt. Ich muss gestehen, wenn ich nach einer Sprudelflasche lange, lese ich das Etikett nicht ...

Tut aber dem tollen Eschenholz von Claus keinen Abbruch, das gefällt mir immer besser :)

Gruss, Klaus
Klaus und Sebastian,

eure Einwände sind natürlich absolut berechtigt. Ich habe vergessen zu schreiben, dass die Gläser alle kein Etikett mehr haben, das wird beim Auswaschen entfernt. Die Deckel sind neutral, sodass nichts darauf schließen läßt, dass die zweckentfremdet sind. Natürlich schreibe ich mit Eding drauf, was da drin ist.
Das hätte ich natürlich dazu schreiben müssen. Sonst kann das tatsächlich gefährlich werden aber das könnt ihr ja nicht wissen, wenn ich das nicht schreibe. Noch dazu bewahre ich den Leim nur in meiner Werkstatt auf und da kommt niemand anderes rein, als ich selbst. Wenn wirklich Besucher in meiner Werkstatt sind, bin ich immer mit dabei.
Vielen Dank. Denn das Thema ist wirklich wichtig und ich habe nicht daran gedacht alles zu schreiben, was für mich selbstverständlich ist.
Heute gehe ich nicht mehr in die Werkstatt. Wenn ich am Freitag in der Werkstatt bin, mach ich ein paar Bilder.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz

Claus
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Sebastian
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Re: Kleiner Schreibtisch aus Esche

Beitrag von Sebastian »

Hallo Claus

Dachte ich mir halb. Ich bin seit dem beschriebenen Unfall für das Thema zusätzlich Sensibilisiert. Deshalb mein kleine Krätsche
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