Ventilatoren statt Absaugen
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Wolfgang EG
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Re: Ventilatoren statt Absaugen
Ich hatte lange Zeit so einen Feinstaubfilter von Scheppach an der Decke. Es war so, wie Dirk es beschrieben hat: Die luft in meiner kleinen Werkstatt war schnell einmal umgewälzt bzw. durch den Filter gesaugt. Bedient mittels Fernbedienung, war das Ein- und Ausschalten einne einfach Sache.
Für meine Hobbyzwecke m. E. ausreichend ...
Wolfgang
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Wolfgang
Re: Ventilatoren statt Absaugen
Das glaube ich nun auch! Luftfilter, Absaug-Anlage und Sauger sind verschiedene Geräteklassen. Festool hat nur den Sauger. Der Sauger erzeugt hohen Unterdruck und ist für jene Geräte, die wenig Späne erzeugen, aber Druckdifferenz brauchen. Die Absaug-Anlage erzeugt wenig Unterdruck, wälzt aber sehr grosse Volumina an Luft um, i.e. ist für jene Geräte, die viel Späne produzieren.Dikado hat geschrieben: Do 15. Okt 2026, 10:23 Ich glaube, dass hier nur einige Begrifflichkeiten von Bluezomo verwechselt werden.
Und der Luftfilter - wer hätte es gedacht - filtert die Luft.
Es ist Morgendämmerung bei mir.
Nun verstehe ich, warum Du auf Maske setzt. Mit meinen Ventilatoren schaffe ich dies in unter einer Minute. Wenn ich viel Späne am Boden habe, nehme ich Druckluft oder den Akku-Blaser und alles Feine geht nach draussen (zum NachbarnNach 20 Minuten hat mein Luftreiniger alles wieder sauber gefiltert. Die Kosten lagen so um 150 €. Die Filtermatte am Eingang wird regelmäßig abgesaugt.
Nachdem, was ich in diesem Thema gelernt habe, macht die Absaug-Anlage eigentlich keinen Sinn, da meine Geräte alle kleine Anschlüsse haben und wenig Späne produzieren. Den Luftfilter brauche ich auch nicht, resp. erst dann, wenn ich im Winter arbeiten möchte und das ist frühestens nächstes Jahr.
Die einzig mir sinnvoll erscheinende Aufwertung wäre ein besserer Sauger.
Oder verwechsle ich immer noch die Begrifflichkeiten?
Re: Ventilatoren statt Absaugen
Ich glaube du irrst dich. Mit Druckluft wirbelst du den Feinstaub nur noch mehr auf. Auch wenn du ihn nicht mehr siehst, ist er trotzdem da. Mach mal den Versuch mit der Druckluft und anschließend leuchtest du mit einem starken Scheinwerfer in der Gegend herum..... da wirst du dein blaues Wunder erleben. Dieser feine Staub kann noch mehrere Stunden durch die Luft schweben und so übernimmt dann deine Lunge die Filterung der Luft.bluezomo hat geschrieben: Do 15. Okt 2026, 17:42 Nun verstehe ich, warum Du auf Maske setzt. Mit meinen Ventilatoren schaffe ich dies in unter einer Minute. Wenn ich viel Späne am Boden habe, nehme ich Druckluft oder den Akku-Blaser und alles Feine geht nach draussen.
Nein, nicht die einzige sinnvolle Aufwertung. Sicherlich ein erster guter Schritt in die richtige Richtung, aber danach sollte der Filter an der Decke folgen. Würde ich heute nochmal von vorne anfangen, dann würde ich mit meinem Wissen von heute, als erstes einen guten Luftfilter installieren, danach käme dann der bzw. die Staubsauger.bluezomo hat geschrieben: Do 15. Okt 2026, 17:42 Die einzig mir sinnvoll erscheinende Aufwertung wäre ein besserer Sauger.
Gruß Dirk
Re: Ventilatoren statt Absaugen
Ok, mach ich.
Die Druckluft pustet die Späne Richtung Ausgang, die drei Ventilatoren erzeugen die "Windwand", die den Feinstaub nach Aussen bringt, die groben Späne sammeln sich vor der Türe (da hat eben diese grosse, 200mm Schwelle, die den Luftfluss stört). Dort sauge ich die Späne ein.
Aber vielleicht habe ich den Feinstaub übersehen. Ich mach den Test.
Dann hat sich das Thema ja doch gelohnt!Dikado hat geschrieben: Do 15. Okt 2026, 17:58 Nein, nicht die einzige sinnvolle Aufwertung. Sicherlich ein erster guter Schritt in die richtige Richtung...
Luftfilter entscheide ich nach dem Test, nun noch der bessere Sauger.
Welcher? (Galaxus gibt mir 402 Modelle an unter 1000 CHF)
Re: Ventilatoren statt Absaugen
Das Video habe ich mir angeschaut, aber "Helden der Werkstatt", Gotools? Ich beginne an deiner Expertise zu zweifeln. In der Kommentarspalte dort:Dikado hat geschrieben: Do 15. Okt 2026, 10:23 Ich hab mir so ein Ding selber gebaut, nachdem ich das Video gesehen habe.
https://www.youtube.com/watch?v=5_iy22Xncuc
...
Ich hatte mal die KI auf Gotools angefragt, weil ich dort fragliche Aussagen gefunden habe. Auf dem Netz gibt es haufenweise Kritik. Die KI im Fazit:Coole Bastelidee, aber technisch ist das Ganze etwas schön gerechnet.
Ihr nutzt einen 150-mm-Rohrventilator, der laut Datenblatt 587 m³/h freiblasend schafft – also ohne nennenswerten Gegendruck – bei max. ca. 142 Pa statischem Druck. Davor hängt eine 22-mm-G4-Filtermatte, dahinter ein H13-HEPA-Filter aus einem Philips-Luftreiniger.
Solche H13-Patronen haben je nach Baugröße und Volumenstrom typischerweise 80–150 Pa Druckverlust, dazu kommen noch 30–50 Pa an der G4-Matte plus Verluste durch Kiste, Adapter, Ein-/Austritt. Da bist du überschlägig schnell bei 150–200 Pa, also über dem, was der Rohrventi überhaupt liefern kann. Die 587 m³/h gelten so im realen Aufbau ganz sicher nicht mehr – real wird der Volumenstrom wohl irgendwo im Bereich ein paar hundert m³/h pro Lüfter liegen, eher deutlich darunter.
Entscheidend ist die CADR (Clean Air Delivery Rate) = Luftmenge × Abscheidegrad. Ein Gerät, das z.B. 700 m³/h bei 90 % schafft, kann unterm Strich mehr Luft reinigen als ein Gerät mit H13-Filter, das wegen Druckverlust nur noch 150–200 m³/h bewegt. Dass beim Scheppach hinten noch etwas Nebel zu sehen ist und bei eurer Kiste nicht, ist optisch beeindruckend, sagt aber ohne Messung fast nichts über die tatsächliche Reinigungsleistung aus – vor allem, wenn der Scheppach sichtbar viel mehr Luft ansaugt.
Zum Thema Lautstärke / zwei Lüfter:
„Zwei Lüfter auf halber Leistung = einer auf Vollgas, nur leiser“ stimmt so leider nicht. Bei Lüftern gilt grob:
Volumenstrom ~ proportional zur Drehzahl
Druck ~ proportional zur Drehzahl²
Wenn ihr also den Rohrventi mit einem Steller auf ~50 % runterdreht, habt ihr nicht nur etwa halben Volumenstrom, sondern nur noch ein Viertel des Drucks. Zwei solcher begrenzten Lüfter parallel liefern zwar zusammen wieder ungefähr den doppelten Volumenstrom – aber eben nur mit diesem niedrigen verfügbaren Druck. Und genau Druck braucht ihr vor einem H13-Filter. Mit zwei „halbgas“-Rohrventis kommt ihr also im Filtersystem nicht einfach auf „wie ein Ventilator auf Vollgas, nur leiser“, sondern ihr fahrt euch den Arbeitsbereich noch weiter in Richtung „wenig Luft, sehr leise“.
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@nordishkiel5985
1 month ago
Und dann noch Verschleißteile und VERBRAUCHSMATERIAL einkleben. What?
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@motorenbastler9289
7 months ago
Absolut Richtig. Schade dass es nur wenige Verstehen.
Reply
...
Gotools/HdW sind unterhaltsam, aber den Aussagen würde ich nicht trauen. Aber das ist wohl Stoff für ein extra Thema ...Einordnung & Empfehlung
Die Vorwürfe zeichnen ein konsistentes Bild: GOTOOLS TV wird von Kritikern als reines Werbeformat beschrieben, bei dem sachliche Korrekturen nicht erwünscht sind. Die Berichte über technische Falschinformationen, manipulierte Preisvergleiche und undurchsichtige Lieferpraktiken stammen aus unterschiedlichen Quellen und Jahren
Re: Ventilatoren statt Absaugen
Ah jetzt ja eine Insel..... na dann puste weiter in deiner Werkstatt mit Pressluft herum, wird schon passen.
Gruß Dirk
- michaelhild
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Re: Ventilatoren statt Absaugen
So ne gewisse Beratungsresistenz ist bei gewissen Leuten nicht nur auf einem Gebiet schon vorhanden.
Re: Ventilatoren statt Absaugen
Das finde ich unfair, dass du mir Du mir Beratungsresistenz unterstellst. Ich habe mehrfach angegeben, dass ich aus den Antworten gelernt habe und meine Nachrichten mit Fragen beendet, ob meine Erkenntnis richtig sei.michaelhild hat geschrieben: Fr 16. Okt 2026, 07:09 So ne gewisse Beratungsresistenz ist bei gewissen Leuten nicht nur auf einem Gebiet schon vorhanden.
Ich dachte tatsächlich, dass die Absaug-Anlage ein besserer Staubsauger sei. Das wurde durch das Thema hier geklärt und dafür bin ich dankbar. Eine Bernardo hatte ich schon im Warenkorb ...
Auf eine Absaug-Anlage kann ich verzichten, gehobelt wird bei mir draussen — zumindest vorerst.
Den Einsatz von einen Luftfilter sehe ich in meiner Werkstatt nicht, da mein Ventilationssytem die Luft nach draussen bläst und Frischluft rein bringt. Braucht keinen Filter, verstopft nie und "filtert" 100%. Einen Luftfilter brauche ich IMHO erst, wenn ich bei geschlossenen Türen arbeite, i.e. im Winter.
Oder habe ich da was übersehen?
@Dikado
Das mit dem Zweifeln an der Expertise war nicht grundsätzlich gemeint. Ich habe viele wertvolle Tips von Deiner Seite bekommen. Nur in diesem spezifischen Falle, Luftfilter & HdW, haben mir den Eindruck erweckt, dass Du nicht alle Aspekte berücksichtigt hast. Dass dein Luftfilter trotzdem funktioniert und seinen Zweck erfüllt, ist ja damit nicht widerlegt.
Bezüglich Druckluft und Späne: Vielleicht muss ich ein Video erstellen, um den Hergang zu zeigen. Die Späne, die nicht abgesaugt werden, auf der TKS und darunter, blase ich mit der Druckluft oder dem Bläser in Richtung Ausgang. Zusammen mit den Luftstrom der Ventilatoren entweicht so der ganze Feinstaub, die Späne sammeln sich im Türbereich an, wo ich sie aufsammeln kann. Eine Minute später ist die Luft schon wieder staubfrei.
Ich bin wirklich froh um dieses Forum. Die Precisio war ein guter Kauf, der Bürstenschleifer ist Magie (werde noch Bilder liefern), und das Forum gab mir Kraft, wenn bei mir die Batterien runtergingen und ich nicht weiter wusste. Seit April wohne ich auf und in der Baustelle!
Wenn ich nach wie vor "beratungsresistent" sein sollte, bitte erklären.
Re: Ventilatoren statt Absaugen
Ich gebe mal meinen offizellen Senf dazu, wohlgemerkt Rechtsnormen in Deutschland. Da ich einen guten Freund beid er SUVA habe weiß ich, dass in der Schweiz die gleichen Regeln gelten. Und vieles davon gilt Grundsätzlich EU weit.
Abstract: Wer Gefahren produziert ist für diese Verantwortlich.
1) Abblasen ist Verboten! (Gefahrstoffverordnung) Du verwirbelst nur und der Feinstaub hält sich ewig. Da gibt es unzählige Messungen der BGen und auch der SUVA dazu.
2) Feinstäube von Hartholz sind Karzinogen, die von Weichholz sind als begründeter Verdacht auf karzinogenes Potential eingestuft.
Jetzt gehts ins Immistionsschutzrecht bzw Nachbarschaftsrecht.
Wenn du die Stäube ungefiltert nach draussen bläst, begehst du ein Umweltvergehen bzw. in Italien ein Verstoß gegen das Strafrecht (Art. 674 Codice Penale - Getto pericoloso di cose). Das ist unabhängig davon ob dein Nachbar zu Hause ist oder nicht. Vieleicht verstehst du, warum ich das als Problematisch bezeichnet habe.
Wie geht man mit der Thematik jetzt am besten um?
Es ist ja alles gesagt. An erster Stelle steht an der Quelle absaugen. Das funktioniert bei fast allen Maschinen im Holzbereich wunderbar, wenn die Systeme zueinander passen. Einzig beim Schleifen reicht das Absaugen nicht aus. Selbst das Arbeiten auf einem Absaugtisch (Beispiel) reicht nicht aus. Deshalb ist hier die Vorgabe, dass mit Atemschutz zu arbeiten ist. Das kann auch ein frembdelüfteter Helm sein, wenn man keine Maske tragen möchte. Eine sehr sinnvolle zusatzmaßnahme ist das Verwenden von Luftreinigern. Da sich der Feinstaub ewig in der Luft halten kann (PM>2,5 kann die Verweilzeit bis zu Monaten sein) und die Werkstatt ja auch ohne Atemschuzt genutzt werden will, muss der Staub raus aus der Luft.
Ob du jetzt ein Gerät selbst baust oder einen Luftfilter kaufst, das ist geschmackssache. Aufgrund meines Hintergrundes würde ich ein Gerät kaufen. Die Herausvorderung beim Selbstbau ist es, den Filter dicht in den Luftweg zu bekommen. Die von dir zitierten Kommentare haben zwar auch ihre Richtigkeit, aber weniger Entscheidend für die Funktion der Anlage (Filtern von Luft).
Die Aufstellung des Geräts ist übrigens auch entscheidend. Wenn möglich sollte die gefilterte Luft in den Arbeitsbereich geleitet werden. Ist aktuell ein wichtiges Thema im Bereich Sannierungen wenn Asbest im Spiel ist. Da kann ein richtig eingesetzter Luftfilter den Unterschied zwischen hoher und niedriger Risikokategorie ausmachen.
Wie war das nochmal bei Herzblatt: So Lieber Thierry, jetzt musst du dich entscheiden, wer darf heute dein Herzblatt sein?
Abstract: Wer Gefahren produziert ist für diese Verantwortlich.
1) Abblasen ist Verboten! (Gefahrstoffverordnung) Du verwirbelst nur und der Feinstaub hält sich ewig. Da gibt es unzählige Messungen der BGen und auch der SUVA dazu.
2) Feinstäube von Hartholz sind Karzinogen, die von Weichholz sind als begründeter Verdacht auf karzinogenes Potential eingestuft.
Jetzt gehts ins Immistionsschutzrecht bzw Nachbarschaftsrecht.
Wenn du die Stäube ungefiltert nach draussen bläst, begehst du ein Umweltvergehen bzw. in Italien ein Verstoß gegen das Strafrecht (Art. 674 Codice Penale - Getto pericoloso di cose). Das ist unabhängig davon ob dein Nachbar zu Hause ist oder nicht. Vieleicht verstehst du, warum ich das als Problematisch bezeichnet habe.
Wie geht man mit der Thematik jetzt am besten um?
Es ist ja alles gesagt. An erster Stelle steht an der Quelle absaugen. Das funktioniert bei fast allen Maschinen im Holzbereich wunderbar, wenn die Systeme zueinander passen. Einzig beim Schleifen reicht das Absaugen nicht aus. Selbst das Arbeiten auf einem Absaugtisch (Beispiel) reicht nicht aus. Deshalb ist hier die Vorgabe, dass mit Atemschutz zu arbeiten ist. Das kann auch ein frembdelüfteter Helm sein, wenn man keine Maske tragen möchte. Eine sehr sinnvolle zusatzmaßnahme ist das Verwenden von Luftreinigern. Da sich der Feinstaub ewig in der Luft halten kann (PM>2,5 kann die Verweilzeit bis zu Monaten sein) und die Werkstatt ja auch ohne Atemschuzt genutzt werden will, muss der Staub raus aus der Luft.
Ob du jetzt ein Gerät selbst baust oder einen Luftfilter kaufst, das ist geschmackssache. Aufgrund meines Hintergrundes würde ich ein Gerät kaufen. Die Herausvorderung beim Selbstbau ist es, den Filter dicht in den Luftweg zu bekommen. Die von dir zitierten Kommentare haben zwar auch ihre Richtigkeit, aber weniger Entscheidend für die Funktion der Anlage (Filtern von Luft).
Die Aufstellung des Geräts ist übrigens auch entscheidend. Wenn möglich sollte die gefilterte Luft in den Arbeitsbereich geleitet werden. Ist aktuell ein wichtiges Thema im Bereich Sannierungen wenn Asbest im Spiel ist. Da kann ein richtig eingesetzter Luftfilter den Unterschied zwischen hoher und niedriger Risikokategorie ausmachen.
Wie war das nochmal bei Herzblatt: So Lieber Thierry, jetzt musst du dich entscheiden, wer darf heute dein Herzblatt sein?
live long and prosper
Sebastian
Sebastian
