Hallo Claus
Meine HSS Cyro Röhren kann ich mit den Dick Feilen bearbeiten, ebenso die HSS Schnitzeisen von Pfeil. Beide lassen sich auch auf der Tormek mit Wasserstein problemlos schärfen, ohne dass ich großen Abrieb habe. Evtl gibt es verschiedene HSS Härten?
Gruß Michael
Edit Die Feilen liegen alle im Schärfschrank auf Gummimatten. Ich bin da schon vorsichtig mit.
Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Grüß Dich Claus,
in den meisten Dingen gebe ich Dir recht, mit einer Härte vin 62 - 64 HRC geht sicher nichts mehr mit feilen, ich hab in früheren Jahren noch Blockbandsägeblätter "gestaucht" und egalisiert mit einem Handgerät, die Schneide hat dann auch 3 h Dauerbetrieb gehalten, Blatt mußte dann wegen Rissgefahr raus....
Gattersägen mit ca 51 HRC ließen sich noch feilen (hat man aber dank Vollmer nicht gemacht),
aber Handwerkzeuge wie Schöpser und Äxte hat man mit einer guten Feile geschärft und dann abgezogen.
Mögen die Feilen bei Einigen in Schubladen rumlungern - bei mir hängen sie wie die Stemmeisen einzeln an der Wand und werden vorher mit einer Feilenbürste (bei den Meisten ein unbekanntes Gerät) gereinigt. Und die Handhobel liegen nicht mit der Sohle auf der Werkbank - da liegt etwas drunter damit die Schneide keinen Kontakt mit dem Untergrund hat. Stemmeisen so, daß die Schneide oben liegt. Soviel zu minem Werkzeugverständnis.
Habe vorhin einen unserer "Gebrauchsschöpser" mit Feile und Abziehstein geschärft, geht mit einer guten Feile ordentlich. Übrigens ist der Schöpser "angestählt" man sieht gut die Naht vom Feuerschweißen und die andere Stahlfarbe. Man weiß schon länger wie man Schneiden macht, auch mit einfachen Mitteln. Unser Schmied nahm ganz gerne alte Blattfedern um gutes Material zu gewinnen.
Nix für ungut
Norbert
in den meisten Dingen gebe ich Dir recht, mit einer Härte vin 62 - 64 HRC geht sicher nichts mehr mit feilen, ich hab in früheren Jahren noch Blockbandsägeblätter "gestaucht" und egalisiert mit einem Handgerät, die Schneide hat dann auch 3 h Dauerbetrieb gehalten, Blatt mußte dann wegen Rissgefahr raus....
Gattersägen mit ca 51 HRC ließen sich noch feilen (hat man aber dank Vollmer nicht gemacht),
aber Handwerkzeuge wie Schöpser und Äxte hat man mit einer guten Feile geschärft und dann abgezogen.
Mögen die Feilen bei Einigen in Schubladen rumlungern - bei mir hängen sie wie die Stemmeisen einzeln an der Wand und werden vorher mit einer Feilenbürste (bei den Meisten ein unbekanntes Gerät) gereinigt. Und die Handhobel liegen nicht mit der Sohle auf der Werkbank - da liegt etwas drunter damit die Schneide keinen Kontakt mit dem Untergrund hat. Stemmeisen so, daß die Schneide oben liegt. Soviel zu minem Werkzeugverständnis.
Habe vorhin einen unserer "Gebrauchsschöpser" mit Feile und Abziehstein geschärft, geht mit einer guten Feile ordentlich. Übrigens ist der Schöpser "angestählt" man sieht gut die Naht vom Feuerschweißen und die andere Stahlfarbe. Man weiß schon länger wie man Schneiden macht, auch mit einfachen Mitteln. Unser Schmied nahm ganz gerne alte Blattfedern um gutes Material zu gewinnen.
Nix für ungut
Norbert
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Hallo Norbert,
alles gut. Vorbildlich, so muß das sein. Wenn du einen guten Schmied am Ort hast, dann kannst du dich freuen. Ja, man kann durch feuerschweißen einen niedriglegierten Stahl mit Kohlenstoff- oder hochlegierten Stahl verbinden.
So haben auch die Japaner ihre Samuraischwerter hergestellt.
Aber diese Technik beherrschen nur noch wenige - leider. In der industriellen Fertigung spielt das keine Rolle (mehr). Die Werkzeugschneiden und der Träger sind in der Regel aus ein und demselben Material. Die alte Technik ist sicherlich die bessere Methode, aber heute kaum mehr bezahlbar.
51 HRC geht auf jeden Fall zu feilen. Handelsübliche Feilen haben so um die 64 HRC.
@Michael
Wenn du so gute Feilen hast, geht das sicherlich. Warum denn nicht. Es muß nicht immer high tech sein. Gutes Handwerkszeug ist genauso gut.
alles gut. Vorbildlich, so muß das sein. Wenn du einen guten Schmied am Ort hast, dann kannst du dich freuen. Ja, man kann durch feuerschweißen einen niedriglegierten Stahl mit Kohlenstoff- oder hochlegierten Stahl verbinden.
So haben auch die Japaner ihre Samuraischwerter hergestellt.
Aber diese Technik beherrschen nur noch wenige - leider. In der industriellen Fertigung spielt das keine Rolle (mehr). Die Werkzeugschneiden und der Träger sind in der Regel aus ein und demselben Material. Die alte Technik ist sicherlich die bessere Methode, aber heute kaum mehr bezahlbar.
51 HRC geht auf jeden Fall zu feilen. Handelsübliche Feilen haben so um die 64 HRC.
@Michael
Wenn du so gute Feilen hast, geht das sicherlich. Warum denn nicht. Es muß nicht immer high tech sein. Gutes Handwerkszeug ist genauso gut.
Liebe Grüße aus der Oberpfalz
Claus
Claus
Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Hallo NorbertBreattle hat geschrieben: Fr 30. Okt 2026, 15:18 Grüß Dich Claus,
in den meisten Dingen gebe ich Dir recht, mit einer Härte vin 62 - 64 HRC geht sicher nichts mehr mit feilen, ich hab in früheren Jahren noch Blockbandsägeblätter "gestaucht" und egalisiert mit einem Handgerät, die Schneide hat dann auch 3 h Dauerbetrieb gehalten, Blatt mußte dann wegen Rissgefahr raus....
Gattersägen mit ca 51 HRC ließen sich noch feilen (hat man aber dank Vollmer nicht gemacht),
aber Handwerkzeuge wie Schöpser und Äxte hat man mit einer guten Feile geschärft und dann abgezogen.
Mögen die Feilen bei Einigen in Schubladen rumlungern - bei mir hängen sie wie die Stemmeisen einzeln an der Wand und werden vorher mit einer Feilenbürste (bei den Meisten ein unbekanntes Gerät) gereinigt. Und die Handhobel liegen nicht mit der Sohle auf der Werkbank - da liegt etwas drunter damit die Schneide keinen Kontakt mit dem Untergrund hat. Stemmeisen so, daß die Schneide oben liegt. Soviel zu minem Werkzeugverständnis.
Habe vorhin einen unserer "Gebrauchsschöpser" mit Feile und Abziehstein geschärft, geht mit einer guten Feile ordentlich. Übrigens ist der Schöpser "angestählt" man sieht gut die Naht vom Feuerschweißen und die andere Stahlfarbe. Man weiß schon länger wie man Schneiden macht, auch mit einfachen Mitteln. Unser Schmied nahm ganz gerne alte Blattfedern um gutes Material zu gewinnen.
Nix für ungut
Norbert
Dass die Feilenbürste unbekannt sein soll, kann ich mir gar nicht recht vorstellen. Gerade, wenn man im Holzbereich mit Raspeln arbeitet, dürfte man ohne gar nicht auskommen. Die Raspeln lungern bei mir übrigens nicht in der Schublade, einfach aus dem Grund, weil ich sie häufiger nutze als Feilen und ich sie dann griffbereit haben möchte. Den Begriff "rumlungern" finde ich auch etwas unangemessen. Da wird jeder seinen Grund haben, warum er sein Werkzeug so und nicht anders aufbewahrt.
Genauso könnte man sicher seitenweise darüber diskutieren, wie ein Hobel auf der Hobelbank abzulegen ist. Gelernt habe ich das auch mal so, nie auf der Hobelsohle. Verstanden habe ich es aber nie. Ich konnte noch nie feststellen, dass das Holz der Hobelbank dem Eisen geschadet hat. Es war hinterher immer noch genauso scharf wie vorher. Eine mögliche Erklärung wären die früher verwendeten Stähle. Ich kenne es von meinen Profilhobeln, die zum Teil noch aus dem 18.Jhd sind, dass diese sehr weich sind. Nachteil, man muss sie schnell nachschärfen, Vorteil, es ist einfach. Die sind aber in keiner Weise mit den heutigen Stählen vergleichbar. Von daher halte ich die Regel, Hobel nie auf der Sohle abzulegen, für ziemlich überholt.
Ich stimme dir aber zu, dass man Stemm-, Schnitzeisen, etc gesichert ablegen sollte, um sie vor einem Fall auf den Boden zu schützen, oder zum eigenen Schutz vor Schnittverletzungen. (meine Frau freut sich immer, wenn ich ohne Pflaster aus der Werkstatt komme)
Gruß Michael
- Holzduebel
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Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Eine Tormek schleift in Zeitlupe sicher scharf aber ich mag keine Wasserspiele in der Werkstatt und es dauert viel zu lange. Man muss den Stein abrichten und ein umschleifen ist zeitraubend und dauert Stunden damit.pumuckel hat geschrieben: Fr 30. Okt 2026, 13:46 Beide lassen sich auch auf der Tormek mit Wasserstein problemlos schärfen, ohne dass ich großen Abrieb habe.
Röhren mit Fingernagelanschliff dauern bei minimalen Anschliff keine 30 Sekunden inklusive einspannen in die Schärfhilfe auf der CBN.
Cryo ist ein Modeeisen was gerade von den Händlern gehypt, es ist Geldmacherei, es reicht HSS. Die Standzeit ist nur unwesentlich länger.
Man bekommt auch mit häufigen Einsatz die Röhre auch nach Jahren nicht alle.
Gruß Uli
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
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Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Hallo Uli
Das will ich auch gar nicht bestreiten, dass eine CBN schneller ist, als ein Wasserstein. Deswegen habe ich auch eine, wenn auch keine 80er. Es ging mir nur darum, dass es auch mit Wassersteinen möglich ist. Und so oft muss ich die wirklich nicht abrichten. Tormekwassersteine haben eine sehr harte Bindung und trotzdem zum Schärfen einen guten Abtrag. Das ist kein Vergleich zu normalen Banksteinen.
Darüber hinaus schärfe ich auch nicht nur Drechselröhren, sondern auch Schnitzeisen. Da kommt es durchaus vor, dass man ein Eisen auch mal zu Ende geschliffen hat. Und gerade bei Schnitzeisen merkt man die Kältebehandlung durchaus in der Standzeit. Ich habe da den direkten Vergleich zwischen Pfeil auf der einen Seite und Heidtmann, Spannsäge und Dastra auf der anderen Seite.Bei Drechseleisen merkt man es allerdings kaum. Ich würde fast behaupten, die Sorby sind von der Standzeit den Crown Cyro ebenbürtig und haben sogar etwas mehr Schärfe. In der Crown Familie merkt man die Unterschiede eher. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.
Gruß Michael
Das will ich auch gar nicht bestreiten, dass eine CBN schneller ist, als ein Wasserstein. Deswegen habe ich auch eine, wenn auch keine 80er. Es ging mir nur darum, dass es auch mit Wassersteinen möglich ist. Und so oft muss ich die wirklich nicht abrichten. Tormekwassersteine haben eine sehr harte Bindung und trotzdem zum Schärfen einen guten Abtrag. Das ist kein Vergleich zu normalen Banksteinen.
Darüber hinaus schärfe ich auch nicht nur Drechselröhren, sondern auch Schnitzeisen. Da kommt es durchaus vor, dass man ein Eisen auch mal zu Ende geschliffen hat. Und gerade bei Schnitzeisen merkt man die Kältebehandlung durchaus in der Standzeit. Ich habe da den direkten Vergleich zwischen Pfeil auf der einen Seite und Heidtmann, Spannsäge und Dastra auf der anderen Seite.Bei Drechseleisen merkt man es allerdings kaum. Ich würde fast behaupten, die Sorby sind von der Standzeit den Crown Cyro ebenbürtig und haben sogar etwas mehr Schärfe. In der Crown Familie merkt man die Unterschiede eher. Aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein.
Gruß Michael
- Holzduebel
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Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Moin,
Wenn du schnell schärfen kannst rückt die Standzeit eher in den Hintergrund und fällt nicht mehr auf, egal welches Werkzeug du bearbeitest.
Wie lange brauchst du bei der Tormek um durchschnittlich ein Stahl zu schärfen?
Ich meine mit Aufbau, Kühlmittel einfüllen, Werkzeug in die Schärfvorrichtung positionieren und letzten Endes schärfen?
Alleine das Wasser würde mich stören.
Aber Zeit ist natürlich nicht alles.
Es gibt auch bei Tormek eine CBN und die macht bei 250mm Durchmesser natürlich auch eine höhere Umfangsgeschwindigkeit. Ganz günstig sind die Teile aber auch nicht.
Das wichtigste ist das das Werkzeug hinterher scharf ist und da führen viele Wege nach Rom.
Wenn du schnell schärfen kannst rückt die Standzeit eher in den Hintergrund und fällt nicht mehr auf, egal welches Werkzeug du bearbeitest.
Wie lange brauchst du bei der Tormek um durchschnittlich ein Stahl zu schärfen?
Ich meine mit Aufbau, Kühlmittel einfüllen, Werkzeug in die Schärfvorrichtung positionieren und letzten Endes schärfen?
Alleine das Wasser würde mich stören.
Aber Zeit ist natürlich nicht alles.
Es gibt auch bei Tormek eine CBN und die macht bei 250mm Durchmesser natürlich auch eine höhere Umfangsgeschwindigkeit. Ganz günstig sind die Teile aber auch nicht.
Das wichtigste ist das das Werkzeug hinterher scharf ist und da führen viele Wege nach Rom.
Gruß Uli
Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie, Sarkasmus und Haselnüssen enthalten.
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Re: Werkzeug aufarbeiten, Flohmarktfund
Moin Uli
Das ist sehr unterschiedlich, wie lange ich brauche und hängt neben der verwendeten Methode auch vom Werkzeug ab. Zur Zeit (das ändert sich immer mal) verwende ich folgende Schärfverfahren Tormek für Drechsel und Schnitzeisen mit dem Standard Wasserstein, 600er CBN, LederStandard und LederProfil Scheiben. Für Hobel, Messer und Stemmeisen Banksteine: Diamant fürs Grobe, Wassersteine mit mittlerer und weicherer Bindung im Bereich 1000 bis 6000, Sandstein, Leder. Für Profile an Profilhobeln Feilen, normal und Diamant, künstliche Schleifsteine, Leder. Für Sägen nur Feilen, normale und Diamant. Für Bohrer nur normale Feilen. Für Fräser nur Diamantfeilen. Für Haus und Hof noch Bandschleifer, Feilen, Wetzsteine.
Je nach Werkzeug ist mir eine möglichst hohe Schärfe viel wichtiger als eine möglichst lange Standzeit. Wie lange ich zum Schärfen brauche, finde ich da auch eher zweitrangig. Bei Drechseleisen, darum wird es Dir in erster Linie gehen, ist es eine Mischung aus Standzeit und Schärfe, je nach Holz und Projekt. Ich habe die Zeit noch nie gemessen, im Hobby finde ich das zweitrangig. Ich arbeite lieber in Ruhe, ohne auf die Zeit zu achten. Zeitdruck habe ich auf der Arbeit genug.
Ich habe mir bei Drechsel- und auch anderen Eisen angewöhnt, möglichst frühzeitig zwischendrin auf einem Leder abzuziehen, das hält die Eisen längere Zeit auf einem scharfen Niveau. Das ist meiner Meinung nach die schnellste Methode, da du die Eisen noch nicht mal einspannen musst. Ob ich da bei Stemmeisen ein paar Striche auf einem liegenden Leder mache, oder mit den Schnitz- und Drechseleisen zur Tormek laufe, diese einschalte und die Eisen kurz dranhalte, evtl noch etwas Schleifmittel aufbringe, dürfte so ziemlich das Gleiche an Zeit sein. Nagel mich jetzt nicht auf die Sekunde genau fest. Ich würde schätzen, beides in etwa 15sek.
Zwischenschärfen auf der Tormek, egal ob CBN oder Wasser dauert länger. Wenn ich die CBN Scheibe drauf habe, was meistens der Fall ist, schätze ich im Schnitt etwa eine Minute, eher weniger, wenn es wirklich nur nachschärfen ist. Liegt aber immer auch an dem Drechsel- oder Schnitzeisen. Schruppröhren und manche Schaber oder auch Meißel brauchen länger, Röhren in der Führung am schnellsten. Je nach Röhre könnte ich mir deine 30sek auch vorstellen. Ich müsste da wirklich mal die Zeit stoppen, obwohl ich da in meiner Freizeit eigentlich keine Lust zu habe.
Dann noch was zu Wassersteinen allgemein. Ja ich mag das Wasserrumgematsche auch nicht so unbedingt, wobei es mich an der Tormek am wenigsten stört. Aber das Schärfgefühl finde ich von allen Methoden am angenehmsten, getoppt vielleicht noch von manchen Natursteinen, aber das ist natürlich rein subjektiv.
Gruß Michael
Das ist sehr unterschiedlich, wie lange ich brauche und hängt neben der verwendeten Methode auch vom Werkzeug ab. Zur Zeit (das ändert sich immer mal) verwende ich folgende Schärfverfahren Tormek für Drechsel und Schnitzeisen mit dem Standard Wasserstein, 600er CBN, LederStandard und LederProfil Scheiben. Für Hobel, Messer und Stemmeisen Banksteine: Diamant fürs Grobe, Wassersteine mit mittlerer und weicherer Bindung im Bereich 1000 bis 6000, Sandstein, Leder. Für Profile an Profilhobeln Feilen, normal und Diamant, künstliche Schleifsteine, Leder. Für Sägen nur Feilen, normale und Diamant. Für Bohrer nur normale Feilen. Für Fräser nur Diamantfeilen. Für Haus und Hof noch Bandschleifer, Feilen, Wetzsteine.
Je nach Werkzeug ist mir eine möglichst hohe Schärfe viel wichtiger als eine möglichst lange Standzeit. Wie lange ich zum Schärfen brauche, finde ich da auch eher zweitrangig. Bei Drechseleisen, darum wird es Dir in erster Linie gehen, ist es eine Mischung aus Standzeit und Schärfe, je nach Holz und Projekt. Ich habe die Zeit noch nie gemessen, im Hobby finde ich das zweitrangig. Ich arbeite lieber in Ruhe, ohne auf die Zeit zu achten. Zeitdruck habe ich auf der Arbeit genug.
Ich habe mir bei Drechsel- und auch anderen Eisen angewöhnt, möglichst frühzeitig zwischendrin auf einem Leder abzuziehen, das hält die Eisen längere Zeit auf einem scharfen Niveau. Das ist meiner Meinung nach die schnellste Methode, da du die Eisen noch nicht mal einspannen musst. Ob ich da bei Stemmeisen ein paar Striche auf einem liegenden Leder mache, oder mit den Schnitz- und Drechseleisen zur Tormek laufe, diese einschalte und die Eisen kurz dranhalte, evtl noch etwas Schleifmittel aufbringe, dürfte so ziemlich das Gleiche an Zeit sein. Nagel mich jetzt nicht auf die Sekunde genau fest. Ich würde schätzen, beides in etwa 15sek.
Zwischenschärfen auf der Tormek, egal ob CBN oder Wasser dauert länger. Wenn ich die CBN Scheibe drauf habe, was meistens der Fall ist, schätze ich im Schnitt etwa eine Minute, eher weniger, wenn es wirklich nur nachschärfen ist. Liegt aber immer auch an dem Drechsel- oder Schnitzeisen. Schruppröhren und manche Schaber oder auch Meißel brauchen länger, Röhren in der Führung am schnellsten. Je nach Röhre könnte ich mir deine 30sek auch vorstellen. Ich müsste da wirklich mal die Zeit stoppen, obwohl ich da in meiner Freizeit eigentlich keine Lust zu habe.
Dann noch was zu Wassersteinen allgemein. Ja ich mag das Wasserrumgematsche auch nicht so unbedingt, wobei es mich an der Tormek am wenigsten stört. Aber das Schärfgefühl finde ich von allen Methoden am angenehmsten, getoppt vielleicht noch von manchen Natursteinen, aber das ist natürlich rein subjektiv.
Gruß Michael
