Sebastian hat geschrieben: So 22. Mär 2026, 20:20
Die Absicherung an der Oberfräse stelle ich mir herausfordernd vor. Erstmal musste die Arbeitsweise passen. So wie du es zeigst, Fräskopf möglichst weit weg und Holz zwischen Bediener und Werkzeug. Technisch ginge vermutlich eine abgesaugte Haube, ob die gut Funktioniert ist fraglich.
Werden solche Maschinen heute noch vertrieben?
Guten Morgen Sebastian,
da gebe ich dir Recht. Ob eine Absaughaube gut funktioniert, wäre auszuprobieren. Aber ich kann mir vorstellen, dass die Suche nach einer passenden Haube nicht gerade einfach ist. Nachdem man den Fräser ja sehen will, käme nur eine Absaughaube aus Acrylglas oder eine halboffene Bauweise in Frage.
Ich habe von einer DDR- Maschine mal eine halbwegs praktikable Lösung gesehen. Dort wurde ein Korb aus Metallstäben um den Fräser gebaut, der in der Höhe verschiebbar ist und nach dem Absenken des Fräsers auf dem Werkstück aufliegt. So können die Späne aus dem Korb fliegen und ein Schutz, damit man mit seinen Fingern nicht in den Fräser kommt, ist trotzdem gegeben.
Ja, solche Maschinen werden tatsächlich noch als Neumaschinen vertrieben, aber soweit ich weis, nicht mehr in der EU. Diese Maschinen sind aber die Exoten unter den Exoten. Die Fräsmaschinen hatten als Kopierfräse früher durchaus ihre Daseinsberechtigung. Heute hat sich das Aufgabengebiet überholt, da inzwischen die Massenfertigung ja inzwischen mittels CNC- Technik abgedeckt ist. Ich habe mal eine Neumaschine aus Indien auf YT gesehen. Den Hersteller weiß ich allerdings nicht mehr. In Europa wüsste ich keinen Hersteller für solche Maschinen mehr.
Für Privatanwender wie mich, hat die Maschine durchaus ihren Reiz, weil sie sehr vielseitig einsetzbar ist. Man kann mit ihr alles machen wie mit einer normalen OF, wenn nicht sogar mehr. Die Grenzen von der Fräse habe ich noch nicht ausgelotet. Ich hab sie ja erst seit gut 1 Jahr.
Ich hab mir mal überlegt, ob ich für unsere kleine Tochter eine E- Gitarre baue. Die Maschine wäre praktisch prädestiniert um die Kontur und auch die Kavitäten von den Tonabnehmern zu fräsen.
Aber unbestritten: die Maschine ist sehr gefährlich und die Finger MÜSSEN unbedingt so weit vom Fräser entfernt sein, wie irgend möglich. Wichtig ist auch, niemals Gleichlauffräsen und das Werkstück immer gut festhalten. Gleichlauffräsen macht man ohnehin nicht, aber bei der Maschine ist das nochmals viel gefährlicher als mit einer handgeführten OF. Gefräst wird immer so, dass der Fräser das Werkstück gegen einen Anschlag (in meinem Fall Holz oder Alu-Profil) oder beim Kopierfräsen gegen den Anschlagstift drückt. Alles andere ist einfach viel zu gefährlich.
In meiner Werkstatt arbeite ich nur alleine. Aber an die Maschine würde ich keine andere Person lassen, wenn mal jemand zu Besuch wäre. Die Maschine sollte man kennen und wissen was man tut.