Re: Drechselobjekte und Werkzeuge die dafür benutzt wurden
Verfasst: Mo 5. Okt 2026, 19:51
Ich bin voll und ganz bei euch.
Vor 3 Wochen habe ich für einen Bekannten Fußbodenbretter gehobelt, genutet und gefedert. Der hat den (Besprechungs)Tisch gesehen und gesagt: Toll, so einen will ich auch. Der würde sich im Wohnzimmer sehr gut machen. Ich habe nur gesagt: Sebastian, da brauchst du einen großen Geldbeutel.
Wenn ich ansetze wie lange ich daran gearbeitet habe, dann liegt der im hohen 4- stelligen Bereich. Sowas zahlt kein Mensch. Deswegen mach ich auch für Fremde nichts.
Würde ich den Preis verlangen, den ich mir vorstelle, dann müßte wirklich alles perfekt werden. entsteht dann doch mal ein Riss oder verzieht sich die Tischplatte leicht, ist Ärger vorprogrammiert. Schließlich hat der Käufer einen stolzen Preis bezahlt.
Handarbeit wird nicht mehr geschätzt. Das ist das große Problem. Jeder will zwar ein außergewöhnliches Stück haben, aber keiner will dafür bezahlen. Viele Leute, die mich kennen haben gesagt: mach die selbständig. Das was du machst, kann keiner und macht auch keiner.
Ja, das stimmt, aber von einer Selbstständigkeit könnte ich sicherlich nicht leben. Man braucht betuchte Kundschaft, die hochwertige Möbel zu schätzen wissen und einen fairen Preis zahlen würden. Die sind aber rar und man muß sich erst einen Namen erarbeiten. Uli, das was du machst ist eher Kunst und kein Handwerk mehr. Deswegen freue dich darüber, was du kannst und was du machst.
Ärgere dich nicht darüber, dass du unverschämte Angebote bekommst. Freue dich lieber über den Neid, den du dir erarbeitest.
Die meisten Leute können überhaupt nicht einschätzen, wie viel Arbeit in einer Handarbeit steckt. Die schauen nur irgendwelche Youtube Videos und denken, das Video dauert 5 Minuten, das ist doch alles schnell gemacht. Dass in sochen Videos nur Dinge gezeigt werden, die gut funktionieren und alles auf Anhieb klappt, dass auch mal was schiefgehen kann wird nicht gesehen.
Nur derjenige, der selbst arbeitet und ähnliches macht kann einschätzen, welcher Aufwand in so einer Arbeit steckt. Sieh es als Hobby, weil du etwas kannst, das dir Freude bereitet und dir Spaß macht. Wenn du Geld mit deiner Arbeit verdienen mußt, weil du eine Familie zu ernähren hast, dann wird aus dem Spaß schnell eine Last. Idealisten gibt es genug, aber reich werden sie mit Sicherheit nicht. Vielleicht wenn sie mal unter der Erde liegen, aber es heißt nicht umsonst "brotlose Kunst".
Ich habe den Frieden gefunden und mache genau das, was mir Spaß macht und meist mache ich dieselbe Arbeit selten ein 2. Mal. Bei meinen Arbeiten ist immer etwas anders, schon alleine weil das Holz immer anders ist. Deswegen sind meine Möbel Einzelstücke, die mir sehr viel bedeuten. Ob es jeden gefällt - wohl eher nicht. Aber das muß es auch nicht. Es muß mir gefallen, sonst keinen.
Vor 3 Wochen habe ich für einen Bekannten Fußbodenbretter gehobelt, genutet und gefedert. Der hat den (Besprechungs)Tisch gesehen und gesagt: Toll, so einen will ich auch. Der würde sich im Wohnzimmer sehr gut machen. Ich habe nur gesagt: Sebastian, da brauchst du einen großen Geldbeutel.
Wenn ich ansetze wie lange ich daran gearbeitet habe, dann liegt der im hohen 4- stelligen Bereich. Sowas zahlt kein Mensch. Deswegen mach ich auch für Fremde nichts.
Würde ich den Preis verlangen, den ich mir vorstelle, dann müßte wirklich alles perfekt werden. entsteht dann doch mal ein Riss oder verzieht sich die Tischplatte leicht, ist Ärger vorprogrammiert. Schließlich hat der Käufer einen stolzen Preis bezahlt.
Handarbeit wird nicht mehr geschätzt. Das ist das große Problem. Jeder will zwar ein außergewöhnliches Stück haben, aber keiner will dafür bezahlen. Viele Leute, die mich kennen haben gesagt: mach die selbständig. Das was du machst, kann keiner und macht auch keiner.
Ja, das stimmt, aber von einer Selbstständigkeit könnte ich sicherlich nicht leben. Man braucht betuchte Kundschaft, die hochwertige Möbel zu schätzen wissen und einen fairen Preis zahlen würden. Die sind aber rar und man muß sich erst einen Namen erarbeiten. Uli, das was du machst ist eher Kunst und kein Handwerk mehr. Deswegen freue dich darüber, was du kannst und was du machst.
Ärgere dich nicht darüber, dass du unverschämte Angebote bekommst. Freue dich lieber über den Neid, den du dir erarbeitest.
Die meisten Leute können überhaupt nicht einschätzen, wie viel Arbeit in einer Handarbeit steckt. Die schauen nur irgendwelche Youtube Videos und denken, das Video dauert 5 Minuten, das ist doch alles schnell gemacht. Dass in sochen Videos nur Dinge gezeigt werden, die gut funktionieren und alles auf Anhieb klappt, dass auch mal was schiefgehen kann wird nicht gesehen.
Nur derjenige, der selbst arbeitet und ähnliches macht kann einschätzen, welcher Aufwand in so einer Arbeit steckt. Sieh es als Hobby, weil du etwas kannst, das dir Freude bereitet und dir Spaß macht. Wenn du Geld mit deiner Arbeit verdienen mußt, weil du eine Familie zu ernähren hast, dann wird aus dem Spaß schnell eine Last. Idealisten gibt es genug, aber reich werden sie mit Sicherheit nicht. Vielleicht wenn sie mal unter der Erde liegen, aber es heißt nicht umsonst "brotlose Kunst".
Ich habe den Frieden gefunden und mache genau das, was mir Spaß macht und meist mache ich dieselbe Arbeit selten ein 2. Mal. Bei meinen Arbeiten ist immer etwas anders, schon alleine weil das Holz immer anders ist. Deswegen sind meine Möbel Einzelstücke, die mir sehr viel bedeuten. Ob es jeden gefällt - wohl eher nicht. Aber das muß es auch nicht. Es muß mir gefallen, sonst keinen.