Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

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Bavarian-Woodworker
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Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

Beitrag von Bavarian-Woodworker »

Hallo liebe Holzwurmgemeinde,
ich trage ja für mein Leben gerne selbst gestrickte Socken. Und da meine Herzensdame sehr gerne die Stricknadeln klappern lässt, gab es bis vor einem halben Jahr auch keinen Versorgungsengpass. Was war passiert? Leider hat sich bei meiner Holden eine Daumengelenksartrose eingestellt und diese sorgt nun nachhaltig dafür, das ihr das Stricken mehr Schmerz als Freude bereitet. Was also tun? Zum Glück gibt es nicht nur in unserem Hobby maschinelle Unterstützung, sondern auch in der Welt der Stricknadeln soll es sowas geben. Über ebay-Kleinanzeigen war auch bald der passende Kandidat ausfindig gemacht und wechselte alsbald den Besitzer. Nach einer kurzen Übergangszeit, in der die Strickmaschine sich auf unserem Wohnzimmertisch "breit" gemacht hatte, kam bei meiner Frau, aber vor allem bei mir, der dringliche Wunsch auf, das das Maschinchen nun dringend eine neue Heimat haben müsse.

Also, wie immer, wenn ein neues Projekt ansteht - SketchUp anwerfen und losplanen.
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Die Vorgaben waren diesmal nicht sehr anspruchsvoll. Stabil sollte er werden und nicht zu leicht, damit er nicht in der Gegend rumrutscht, während des Strickvorganges. In der Mitte zwei eingelassene "Kistchen", damit die Herzensdame ihre Kleinutensilien, die man für eine Strickmaschine so braucht, unterbringen kann.

Da ich ja vom letzten Projekt, dem Terrassenschrank noch ein paar der Lärchen-Terrassendiesen über hatte, wollte ich die für die Tischplatte verwenden. Ein paar Kanthölzer, 70 x 70 mm, ebenfalls aus sibirischer Lärche, für die Beine, waren ebenfalls schnell gefunden.
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Diese Teile galt es im Zuge des Projekts anzufertigen.
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Los ging es mit der Herstellung der Platte. Die benötigten Terrassenbretter habe ich von 29 mm auf 24 mm mit der Makita runtergehobelt.
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Was das Fügen der Stoßkanten angeht, bin ich bei diesem Projekt einen anderen Weg gegangen, als bei meinem Terrassenschrank. Damals hatte mich die Schnittqualität mit dem Festool Panther Sägeblatt PW16 für Längsschnitte nicht wirklich überzeugt und ich hatte die Leimkanten auf meinem Frästisch gefügt. Da ich aber versuchen wollte, ob ich das gleiche Ergebnis auch auf der CS50 hinbekommen würde, habe ich es einfach mit einem neuen Festool Feinschnitt Sägeblatt W48 probiert. Mit diesem habe ich die Lamellen gleich auf das Endmaß von 60 mm zugeschnitten. Das Ergebnis - die Kanten werden genauso glatt und rechtwinkelig, wie auf dem Frästisch. Später mehr zur Verleimqualität.
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Zuerst aber muss ein Teil meiner Zwingenarmee auf dem Schlachtfeld antreten...
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Hier ist die Verleimschlacht bereits im vollem Gange...

Da ich die Ausschnitte für die Aufbewahrungskistchen nicht aus der fertig verleimten und später 44 mm starken Platte herausschneiden wollte, habe ich mich dazu entschlossen, die Platte aus 4 Einzelteilen zusammen zu setzen. Hierzu musste ich 1 x 6 und 2 x 4 Lamellen zusammenleimen. In der Breite habe ich auf die Gesamtlänge von 120 cm jeweils 5 Stück 20er Lamellos eingefräst, um dem Versatz vorzubeugen.

Hier sieht man bereits den zweiten Schritt des Verleimvorganges. Im ersten Schritt habe ich immer erst 1 x 3 und 1 x 2 Lamellen in der Breite verleimt, aber scheinbar vergessen, ein Bildchen davon zu machen. Aber, das könnt ihr euch auch so vorstellen...
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Alle Lamellen habe ich mit 5 cm Überlänge gefertigt. Verleimt habe ich mit Soudal Pro 30D Leim.
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Nachdem der Leim gut durchgetrocknet war, bekamen alle drei "Lamellenpakete" im Dickenhobel ihr Endmaß von 44 mm.
So mag ich das. Wirklich sauber dichte Leimfugen auf gesamter Länge. Die Bessey-Korpusszwingen haben schon ordentlich Dampf.
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Eines der 2er Lamellenteile wurde auf drei kurze Teilestücke an der Kapex abgelängt. Die einzelnen Teile in der Breite mit 20er Flachdübeln versehen und wieder der brachialen Gewalt der Korpuszwingen überlassen.
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Am nächsten Tage habe ich die Platte beidseitig mit dem Bandschleifer Korn 120 und anschließend mit dem Excentserschleifer Korn 240 geschliffen. Dieses Lärchenholz fühlt sich wirklich super an, vom Duft ganz zu schweigen...
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Hier die fertig verleimte und geschliffene Platte kurz vor dem Zuschnitt auf das Endmaß von 120 cm.
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Da ich nichts mehr hasse, als eine scharfkantige Tischplatte, habe ich mir schnell aus einer 6 mm Dibond-Platte eine "Frässchablone" gebaut.
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und mit einem 25er Bundigfräser mit Anlaufring oben...
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die Ecke abgerundet.
Warum also teure Frässchablonen kaufen, wenn es auch mit Teilen aus der Restekiste geht.
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Dann noch umlaufend an der Ober- und Unterkante einen Radius angefräst und die Platte ist bis auf weiteres fertig.
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Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen lassen.
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Weiter ging es mit dem Verleimen des Untergestells. 4 Beine, 70 x 70 mm, an allen Kanten mit einem 5 mm Radius versehen, wurden mit jeweils 4 Stück 10 x 50er Dominos mit den Quertraversen verbunden.
Die oberen Traversen erhielten zusätzlich eine 5 mm breite und 10 mm tiefe Nut zur späteren Aufnahme der Nutklötzchen. Auf der unteren Seite gabe es, nach Wunsch der Auftraggeberin, nur drei Traversen, damit die Füße mehr Spielraum haben.
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Um ein Ausreißen an den Unterkanten der Tischbeine zu vermeiden, haben auch diese einen 5 mm Radius erhalten. Damit es im Parkett keine Kratzer gibt, werden später noch runde 60 mm Rutschhemmer aufgeklebt.
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Damit die Tischplatte genug Platz hat um sich Auszudehnen, werde ich sie mit Nutklötzen befestigen. Wichtig ist hier, die Nutklötzchen aus dem Längsholz zu schneiden. Aus dem Querholz geschnitten würden sie bei Belastung einfach abbrechen.
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Zum Thema Oberflächenbehandlung wurde der Wunsch geäußert, etwas zu verwenden, das nicht tagelang braucht, bis der Geruch weg ist und schnell einzieht. Nachdem ich nun schon des öfteren etwas über die "Holzbutter" gelesen hatte, habe ich mich entschlossen, sie bei diesem Projekt mal auszuprobieren.
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Aufgetragen habe ich die Holzbutter mit einem Baumwolllappen. Nach sattem Auftrag zieht die Butter schnell ein und feuert das Holz nur ganz zart an ohne dabei die natürliche Farbe des Holzes zu verändern. Hier zu sehen am vorderen Bein. Der Rest ist noch unbehandelt.

Laut Anleitung soll man die Holzbutter 2-3 Stunden einwirken lassen und dann mit einem Baumwolllappen nachpolieren. Es entsteht ein seidenmatter Glanz und das Holz sieht lebendiger aus. Flüssigkeiten perlen ab und das Holz ist besser vor dem Austrocknen geschützt. Holzbutter ist Lebensmittelecht, deshalb auch für Schneidebretter, Kinderspielzeug usw. geeignet. Holzbutter besteht aus pflanzlichen und 100% natürlichen Rohstoffen. Ohne Parfüm, ohne Konservierungsmittel, ohne Farbstoffe, ohne Lösemittel, ohne Paraffine, ohne Erdölprodukte.

Man könnte es sogar als Hautcreme verwenden, da wa hilft, die Feuchtigkeit der Haut zu erhalten. Man kann es also getrost ohne Schutzhandschue auftragen.
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Hier nach zweimaligem Auftrag und nachpolieren. Die Oberfläche fühlt sich richtig gut an. Schwer zu beschreiben - man möchte sich ein kleines Stück davon gerne als Handschmeichler in die Tasche stecken...:-)
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Da der Tisch nur eine Breite von 42 cm aufweist, wird es ein wenige knapp mit der Montage der Nutklötzchen, aber es geht noch.

Und damit Ihr hier auf meinem Blog auch ein bisschen was fürs Leben lernt, hier eine kleine Weiseheit vom alten Konfuse:
Konfuse sagt: „Zeige Deiner Frau ein Projekt niemals, bevor es ganz fertig ist, nachdem sie es abgesegnet hat" und Dein Leben wird viel problemloser verlaufen.

Laut Plan sollten ja zwei kleine Kistchen in die Tischplatte eingelassen werden. Konstruktionstechnisch hatte ich mich ja darauf eingestellt und die Platte entsprechend verleimt.
Chefin, so ganz locker aus der Hüfte unterm vorbeigehen - „ach, die Platte ist ja eh so dick, da brauchst Du ja gar keine Kistchen mehr reinmachen, die wären mir dann eh zu tief und man findet nix mehr. Schraub doch einfach unten zwei Brettchen drann, das passt dann schon...

Da fällt Dir nix mehr ein...das ich mir, (es ist ja nicht so, das ich ihr nicht vorher in SketchUp alles genau erklärt hätte) hätte ich das vorher gewusst, die Sache durch einfräsen von zwei rechteckigen Taschen mit der Oberfräse ein weniger leichter machen hätte können...na, egal. Happy Wife - happy Live. Also, ab ins Holzlager und nach zwei Brettchen in der richtigen Stärke gesucht. Vom Terrassenschrank waren von den Füllungen der Türen noch Reste aus Lärche in 7 mm übrig. Die waren dann schnell zugeschnitten, "eingebuttert" und festgenagelt. Passt...
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Hier der Tisch an seinem momentanen Standort - in den nächsten Monaten bekommt das Thema "Maschinenstricken" ein eigenes Refugium in unserer Hütte. Wie ihr seht, sind die Aussparungen für das Zubehör tief genug. Dieses komische Teil, das auf der Platte montiert ist, ist eine Vorrichtung, um Wolle von einem großen Ballen auf einen kleinen umzuwickeln - ist aus Multiplex, aber nicht von mir gebaut.
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Und hier mit montierter Strickmaschine. Auf dem anderen Tisch im Hintergrund sind nochmal zwei montiert. Ich glaube, das wird nicht der einzige Tisch bleiben, den ich hier gebaut hab...:-)
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Die Auftraggeberin ist zufrieden und ich kann mich wieder meiner Werkstatt widmen...:-)
Servus, der Lothar
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tmaey
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Re: Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

Beitrag von tmaey »

Hallo Lothar,
wie immer ein sehr kurzweiliger Bericht.

Und saubere Arbeit in ebenso von dir gekannter Güte.
oldtimer
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Re: Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

Beitrag von oldtimer »

Toll, so eine Strickmaschine habe ich schon ewig nicht mehr gesehen.
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Mandalo
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Re: Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

Beitrag von Mandalo »

"Zeigt her eure Zwingen..." :lol: Da hast du ja ganz schön Druck ausgeübt!
Eine Strickmaschine kann ich nachvollziehen, aber drei? Was macht ihr mit 3 Strickmaschinen?
Mit nichts ist man großzügiger als mit gutem Rat!
Es grüßt euch Dieter
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derHajo
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Re: Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

Beitrag von derHajo »

Hallo Lothar,

die Arbeit hat sich gelohnt, da kann ich mir was abgucken. Danke fürs zeigen.

Mandalo hat geschrieben:"Zeigt her eure Zwingen..." :lol: Da hast du ja ganz schön Druck ausgeübt!
Eine Strickmaschine kann ich nachvollziehen, aber drei? Was macht ihr mit 3 Strickmaschinen?
Ich will dem Lothar nichts vorwegnehmen aber meine Frau hat sogar vier von den Dingern. Es gibt z.B. Feinstricker, Grobstricker, Superfeinstricker...

Das hängt mit den Nadelbetten zusammen.

Gruß,
HaJo
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Bavarian-Woodworker
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Re: Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

Beitrag von Bavarian-Woodworker »

@Dieter u. Volker
Ja, das Thema Strickmaschine ist nicht ganz sooo einfach...(was ich gezwungenermaßen in den letzten Monaten lernen "durfte")
Die wirklich guten Maschinen wurden ja von Singer und Brother gebaut. Beide Firmen machen schon seit vielen Jahren nichts mehr auf diesem Gebiet und deshalb ist die Beschaffung von Ersatzteilen leider nicht immer ganz einfach. Händler, die gebrauchte Maschinen, oder auch neue, verkaufen würden, gibt es so gut wie keine mehr. Also bleibt nur das Internet, sprich ebay-Kleinanzeigen. Dort findet man diese Teile noch öfters. Leider sind alle angebotenen Maschinen schon weit über 20 Jahre alt und die Verkäufer meist überforderte Erben dieser Teile, oder frustrierte Strickerinnen, die sich nach dem Kauf nicht wirklich in diese Materie reingefuchst haben, die Maschine wurde dann für Jahrzehnte "eingelagert" und jetzt verkauft.

Manche der Maschinen sind in sehr gutem Zustand, andere, naja eben gebraucht. Von jeder Marke gibt es dann auch noch ca. 10 verschiedene Typen, vom Fein- bis zum Grobstricker mit Einzel- oder Doppelbett. Komplett Handbetrieben oder mit Motor und Lochkartensteuerung. Um nun zwei Maschinen, mit denen man unterschiedliche Sachen stricken kann, funktionsfähig zu bekommen, muss man halt "ein paar mehr" davon einkaufen, sozusagen als Ersatzteillager. Wenn man sich ein solches Gerät anschafft, sollte man schon leichte Ambitionen zum Feinmechaniker, eine gute Brille und seeehr viel Geduld mitbringen. Wenn das Teil mal läuft, geht z.B. das Sockenstricken extrem schnell von der Hand. Leider muss man sich halt sehr gut in die Technik dieser Maschinen reinfuchsen, um auch wirklich was qualitativ hochwertiges herauszubekommen.

Das "gemütliche" klappern der Nadeln im Hintergrund dass man vorher im Wohnzimmer hören konnte, wird nun ersetzt von einem riiiiiitschhhhhh......raaaaaattschhhhh der Strickmaschine. Gemütlichkeit ade. Deshalb bekommt das Teil auch eine eigene "Behausung"...:-)

Anders als vielleicht andere Frauen, hat meine Herzensdame so gut wie keinen Respekt vor solchen Herausforderungen. Schnappt sich meine guten Wera's aus der Werkstatt, zerlegt die Maschinen, reinig sie (als ich das erste Mal die vielen Teile auf dem Tisch verstreut liegen sah, hab ich einfach kommentarlos und mit einem gewissen Schrecken im Gesicht, das Zimmer verlassen) Bisher hat sie, trotz meiner zuerst angebrachten Skepsis, alle Maschinen wieder zum Laufen gebracht. Die Endergebnisse können sich mittlerweile aber schon sehen lassen - mein Sockenbedarf wird also auch in Zukunft gesichert sein.

Servus, der Lothar
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Klaus
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Re: Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

Beitrag von Klaus »

Servus Lothar,

wie immer ein kurzweiliger und interessanter Bericht. Das es die Strickmaschinen noch gibt und auch noch welche im Einsatz sind wusste ich auch nicht. Die waren doch zu meiner Jugendzeit, also kürzlich, noch hochmodern!

Lärche ist ein wunderschönes Holz, manchmal aber auch recht zickig. Hast Du da kein Problem mit dem Harzgehalt, gerade in Verbindung mit Wolle? Speziell, wenn jetzt die wärmeren Tage kommen (hoffentlich bald!) kann es da den einen oder anderen klebrigen Tropfen geben.

Ansonsten ist doch schön, wenn Deine Frau wieder ihrem schönen Hobby frönen kann und Du weiterhin warme Füsse hast :)

Gruss, Klaus
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Mandalo
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Re: Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

Beitrag von Mandalo »

Vor 20 Jahren, oder so, hatte meine Frau auch so eine „riiiitsch - raaaaatsch - Maschine“ gekauft. Nachdem sie die meiner Schwester immer mal wieder geliehen hatte, wollte sie eine eigene. Ein Wunderwerk der Mechanik, wie ich finde.

Irgendwann war das Interesse aber verflogen und wir verkauften das Ding wieder. Inzwischen strickt meine Frau meine Socken wieder von Hand. Nebenbei, auch ich mag Selbstgestrickte, andere habe ich gar nicht mehr.

Dass Singer & Brother keine Strickmaschinen mehr vertreiben wusste ich nicht und hätte es auch nicht gedacht. Aber so ist das, alles ist vergänglich.
Mit nichts ist man großzügiger als mit gutem Rat!
Es grüßt euch Dieter
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Mario
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Re: Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

Beitrag von Mario »

Bavarian-Woodworker hat geschrieben:
Anders als vielleicht andere Frauen, hat meine Herzensdame so gut wie keinen Respekt vor solchen Herausforderungen. Schnappt sich meine guten Wera's aus der Werkstatt, zerlegt die Maschinen, reinig sie (als ich das erste Mal die vielen Teile auf dem Tisch verstreut liegen sah, hab ich einfach kommentarlos und mit einem gewissen Schrecken im Gesicht, das Zimmer verlassen) Bisher hat sie, trotz meiner zuerst angebrachten Skepsis, alle Maschinen wieder zum Laufen gebracht. Die Endergebnisse können sich mittlerweile aber schon sehen lassen - mein Sockenbedarf wird also auch in Zukunft gesichert sein.

Servus, der Lothar
Na Hut ab, ich hab schon bei meinem Handtacker entnervt das Handtuch geworfen. :roll:

Hallo Lothar
Ein schönes und solides Teil hast Du da gebaut!
Endlich hat auch mal einer die Holzbutter richtig ausprobiert. Ich glaube, ich werde mir auch mal so eine Dose holen. Die gibt`s ja bei mir um die Ecke (Tipp vom Dieter)...hoffentlich noch.
Wo hast Du sie Dir denn besorgt?

Grüße, Mario!
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Bavarian-Woodworker
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Re: Kleiner Arbeitstisch für eine Strickmaschine

Beitrag von Bavarian-Woodworker »

@Hajo
Wenn ich erhrlich bin, stehen hier schon 6 von den Dingern. 2 Singer und 4 Brother. Alles vrschiedenste Typen. Dazu noch die unterschiedlichsten Betten und Muster- und Farbstrickschienen oder wie das ganze Zeug alles heist. Da meine Frau ja in den nächtsen Jahren (im Gegensatz zu mir doofem Selbstständigen) ins wohlverdiente Rentenalter wechselt, will sie dieses Hobby hier bei uns in der Gegend wieder mehr aufleben lassen. Sie hat schon diverse Kontakte zu Ersatzteilhändlern usw. angeleiert. Mal sehn, was draus werden wird. Jedenfalls muss ich in der nächsten Zeit ein Zimmer für die ganzen Sachen herrichten.

@Klaus
Bisher sehe ich noch keine Harzprobleme. Ich hab ja das gleiche Holz auch für den Terrassenschrank verwendet, der stand ja jetzt über die Winterzeit im beheizten Kellerraum. In den nächsten Wochen wird er dann unter dem Terrassendach montiert. Auch hier bisher kein austretendes Harz. Wie es dann im Sommer ausschaut, wenn sich sie Hitze unter dem Dach staut, werden wir sehen. Ich werde dann berichten. Wenn die Oberfläche des Tisches durch den 240er Schliff und die Holzbutter so bleibt, sehe ich da kein Problem.

@Mario
Ich hab die Holzbutter bei Amazon gekauft: https://www.amazon.de/gp/product/B010SP ... UTF8&psc=1
Hab heute den Auftrag bekommen, unsere rustikalen Tische im Büro ebenfalls mit der Holzbutter zu behandeln. Meine Holde ist ganz angetan von dem Zeug. Was mir am besten dran gefällt - es riecht null...

Servus, der Lothar
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