Wohnzimmertisch

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Jana
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Wohnzimmertisch

Beitragvon Jana » So 10. Nov 2019, 17:20

Hallo liebe Freunde der Hobelspäne und Hoppalas!

Heute mal wieder ein Zeitraffer-Bericht über ein halbes Jahr in Roman-Format. Irgendwo hatte ich es schon erwähnt, ich habe den ganzen Sommer über an einem kleinen Beistelltisch gearbeitet. Natürlich nicht durchgehend, immer wieder kam irgendetwas anderes dazwischen - kleine Reparaturen, Gartenarbeit, Werkstatt-Zeit mit und für Freunde, Urlaub, anderweitige Freizeitaktivitäten, ... Ihr kennt das ja vermutlich.

Da ich bei so langen Projekten durchaus den Blick fürs Detail verliere, war es ganz praktisch dass ich den Tisch anhand eines Online-Kurses gebaut habe. Genau genommen nach dem Kurs "Beistelltisch aus Esche" von Heiko Rech. Projekte nach Bauplan sind eigentlich nicht so meins, denn einerseits mag ich kein Möbel bauen, das genauso in Dutzend anderen Haushalten stehen, und andererseits passen die Möbel meistens auch gar nicht im Original in meine Wohnung wie ich mir das vorstelle.
Trotzdem wollte ich einmal ausprobieren wie das mit so einem Online-Kurs ist. Ich habe schon sehr viele Kurse vor Ort bei Heiko besucht und das hat mir immer viel Spaß gemacht. Kann man diese Erfahrung auch in einem Online Kurs vermitteln?
Tatsächlich wollte ich auch den Beistelltisch Kurs bei Heiko belegen. Allerdings hatte er da immer nur mit Yellow Poplar gearbeitet, und das gefällt mir nicht. Das ist also schon einmal ein Vorteil im Online Kurs, ich konnte mir mein eigenes Holz aussuchen.
Na gut, so ganz stimmt das nicht, denn in einem anderen Kurs zur Herstellung einer Leimholzplatte hatte ich schon eine wunderschöne Tischplatte aus Erle gefertigt. Diese wollte ich auf jeden Fall fürs Wohnzimmer verarbeiten. Damit war also auch die Holzwahl gefallen. Erle.

Den Bau des Tisches werde ich nicht im Detail beschreiben. Dafür gibt es ja den Online-Kurs. Aber ein bisschen drumherum, meine üblichen Hoppalas und eine Erweiterung des Designs - und natürlich das fertige Stück will ich euch nicht vorenthalten. :)

Nachdem der Plan gefasst war, habe ich mir sehr großzügig dimensioniert (weitere Projekte damit sollen noch folgen) ein paar Erle-Bohlen bestellt. Da es regnete hat mir der nette Lieferant geholfen sie schnell im Hausflur abzulegen.
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Und nachdem sie hier schon einmal herum lagen, habe ich sie da dann dort auch aufgeteilt.
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Die kleine KSS kam nicht ganz durch die dicken 52er Bohlen. Aber mir ist es lieber die Maschine handhaben zu können und dann einfach von der anderen Seite noch einmal zu sägen, als mich mit einer großen schweren Säge abzumühen. Für das erste Auftrennen muss der Schnitt ja nicht sonderlich sauber sein. Um den gegenüberliegenden Schnitt halbwegs zu treffen, kann man sich mit zwei Stöckchen (da die Küche hier näher war dieses Mal mit Zahnstochern) im ersten Schnitt behelfen, an die man die Führungsschiene anlegen kann.
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Das Ergebnis ist vollkommen ausreichend für einen Bohlen-Trennschnitt.
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Wozu hat man eine Formatkreissäge? Natürlich zum Formatieren. 8-)
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Danach ging es ans weitere Auftrennen. Ziemlich viel Holz.
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Und noch mehr Holz.
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Mein neues Holzlager im Gästezimmer.
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(Ausgewählte Holzwürmer können bestätigen, dass es sich nun besonders gut darin schläft. :D)

Da ich damals wie heute keine Abrichte besaß musste ich ein bisschen mit der Hand abrichten.
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Das gefällt mir um ehrlich zu sein überhaupt nicht. Leider ist es kein Grund für den Einzug einer ADH, da ich wirklich die Befürchtung habe, mich nicht mehr genügend in der Werkstatt bewegen zu können ....

Nachdem ich das immer beim Klaus sehe, habe ich mal probiert, wie sich auf der FKS auftrennen lässt.
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Geht schon, allerdings nur in zwei Schritten, wegen der begrenzten Höhe vom Sägeblatt.
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Wenn man eine Bandsäge hat, geht das sicher. Aber ich habe ja eine Bandsäge...

Daher, Wechsel zur Bandsäge.
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Selbst mit so einer günstigen, alten Rumpelmaschine wie der meinen geht das nach Anriss wunderbar. Der Sägeschnitt ist natürlich rauer, dafür dünner als auf der FKS.
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Die Bretter und auch die Tischbeine wurden dann wieder gehobelt.
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Dabei habe ich mich mal wieder über meinen Spänespeier-Dickenhobel geärgert ...
...
bis
...
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So sieht es aus, wenn die Absaugtonne voller als voll ist. :o

Wäre ich aufmerksam gewesen, hätte mir auch auffallen können, dass der Saugschlauch schon prall gefüllt ist... :roll:
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Fertig. Insgesamt habe ich 6 Beine und 6 Zargen ausgehobelt. Mit Erlespänen lassen sich übrigens prima Gartenbeete mulchen. :D
Beistelltisch_200.jpg


6 Beine und 6 Zargen? Hä? :?
Ja... naja, ihr wisst doch, wenn am Ende noch vier übrig bleiben, dann kann man schon froh sein. Hier zum Beispiel gleich mal zu weit reingefräst ... zack, ein Bein weniger.
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Danach ging es ans Stemmen der Zargen-Tischbein-Verbindung. Ehrlich, ich habe keine Ahnung warum ich es für eine gute Idee hielt, den Tisch so nachzubauen. Ich arbeite überhaupt nicht gerne mit Handwerkzeugen. Da fehlt mir jegliche Geduld. Ich will doch Möbel bauen, nicht Holz-Meditieren. Leider ist mir das erst nach dem ersten Tischbein wieder eingefallen ... tja, und dann musste ich eben durch alle durch ... :roll:

Was aber machen, wenn es bei nur noch 4 übrig gebliebenen Tischbeinen auch noch Ausbrüche beim Stemmen gibt?
Für euch dokumentiert in einer Foto-Lovestory ("Holz zu Holz").
Nicht aufgepasst - zack! - Ausbruch. | Den Macken weiter Ausstemmen für gerade Kanten.
Beistelltisch_300.jpg


Ein passendes Stückchen von einem Reststück absägen | Einleimen, Teetrinken und Abwarten.
Beistelltisch_320.jpg


Nach genügend langem Abwarten absägen.
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Noch etwas beihobeln | Fertig nach dem Weiterstemmen.
Beistelltisch_360.jpg

Wenn man das kann, dann geht das natürlich noch schöner. Um kein neues Tischbein aushobeln zu müssen finde ich passt es aber so. Und überhaupt wird es Innen am Tisch und damit niemals zu sehen sein. ;)

Jetzt kommt meine Design-Änderung. Ein Sofatisch ohne Schublade geht bei uns gar nicht. Ich hasse es, wenn die Fernbedienungen auf dem Tisch herumfliegen, oder noch schlimmer in einer Sofaritze verschollen sind.
Also muss da noch eine Schublade ran!

Nachdem die Höhe der Fernbedienungen ausgemessen war, habe ich mit einer schnell zusammengeschraubten Frässchablone (die ich euch fotografiert habe, das Bild wurde allerdings von einem Datenmonster gefressen) eine entsprechende Aussparung in eine Zarge gefräst.
Beistelltisch_380.jpg
Hardcore? Von wegen, ich hatte das natürlich an einer von meinen Extrazargen vorher getestet. ;)

Und dann muss die Schublade natürlich auch irgendwo drauf laufen. Für diese Laufschienen wollte ich aber keine weiche Erle nehmen. Also habe ich mir überlegt, zwei Nussbaum-Streifen zu verwenden. Für diese habe ich entsprechende Passlöcher ausgestemmt - denn da das Holz ja anders arbeitet wollte ich sie nicht einfach zwischen die Zarten leimen, sondern nur an einer Seite ...
Beistelltisch_390.jpg

Ehrlich, ich hatte mir das sehr gut überlegt. Und gemessen.

Vor dem Zusammenleimen habe ich dann das Tischgestell natürlich probe-zusammengebaut. Nur eben ohne Schubladenschienen.

Deswegen ....
Beistelltisch_400.jpg
... waren sie natürlich zu kurz.

Hach ja. Ihr wisst ja, den guten Schreiner macht nicht aus, dass er alles perfekt macht. Er weißt nur, wie er das Unperfekte kaschieren kann.
So habe ich dann einfach noch je ein Stück hinten dran geleimt und von unten verstärkt. Sehr viel müssen diese Laufschienen sowieso nicht aushalten (ohne Detailbild, aber man sieht es später nochmal).

... und gleich geht es weiter mit dem zweiten Teil ...
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Jana
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Re: Wohnzimmertisch

Beitragvon Jana » So 10. Nov 2019, 17:34

Das Verleimen der Tischplatte konnte ich mir sparen. Dafür hatte ich seit über einem Jahr eine passende Platte konserviert.
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Eingepackt in Frischhaltefolie hält sich Holz auch ohne Kühlschrank jahrelangverziehen sich Platten nicht so leicht.

Dann ging es an die "Schweizer Kante". Mit einem Handhobel ist das schnell gemacht - so ähnlich heißt es im Online-Kurs.
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Für mich war das ein echtes Workout. Nach der ersten Kante habe ich jeweils mit dem Schrupphobel vorgearbeitet. Jede Woche eine Schweizer Kante und ich könnte bald auch eine Domino XL schwingen!

Nach ein paar Kleinarbeiten war es dann soweit, dass ich ölen konnte. Also schnell den alten Duschvorhang ausgebreitet und alles angerichtet. Ich hatte mir im letzten Oberflächenkurs eine ganze Erle-Palette mit verschiedenen Ölen vorbereitet. In der Endauswahl blieben Natural Möbel Hartöl oder Osmo Hartwachsöl. Da ich vom Küchenbau noch eine dreiviertel volle Dose Natural da hatte, hat das den Zuschlag bekommen. Zusätzlich habe ich die Tischplatte noch mit einer letzten Schicht Finish-Oil behandelt.
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Schon sehr schön, aber noch etwas blass.
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Nach dem Ölen strahlten das Holz und ich um die Wette. Ich liebe diese Momente des Ölens...
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Kleiner Profitipp, habe ich auf der HolzWerken Messe gelernt: Gebrauchte Öl-Schwämme halten sich in verschlossenen Gläsern über mehrere Monate.
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Ich wusste zwar, dass man sie darin aufbewahren kann, dachte aber immer das geht nur ein paar Tage gut. :idea:

Nachdem der Tisch soweit fertig war, habe ich noch die Schublade gefertigt. Diese sitzt in Nuten auf den Laufschienen, der Boden ist in eine Falz geschraubt. Nut und Falz mache ich am liebsten auf dem Frästisch.
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Am langen Stück gefräst kann hinterher aufs genaue Maße zugeschnitten werden.
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Und die genauen Maße nehme ich natürlich direkt am lebenden Objekt ab.
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Für so kleine Objekte nutze ich gerne die Wolfcraft Eck-Spanner beim Verleimen. Dann ist alles schon im rechten Winkel. Ein paar zusätzliche Zwingen können aber natürlich nicht schaden.
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Eine Frontblende brauchte ich auch noch. Einfach nur ein eckiges Brett hätte aber nicht zum Tisch gepasst, vor allem nicht zur geschwungenen Zarge. Ich wollte daher eine Schweizer Kante auf der Sichtfläche anbringen.
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Eckig hatte mir es nicht gefallen, aber nach Augenmaß abgerundet wurde es am Ende stimmig.
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Nachdem der Boden angeschraubt war, habe ich die vordere, stumpfe Verbindung der Schublade noch durch Nägel verstärkt. Mit dem dünnsten Bohrer vorgebohrt haben sich diese gut einschlagen lassen.
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Und dann konnte die Schublade in den Tisch.
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Die Anbringung der Front war besonders einfach, da ich sie einfach von innen am Schubkasten festschrauben konnte.
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Anschließend musste nur noch die Tischplatte ans Gestell. Hinten könnt ihr auch das Flickwerk bei den Laufleisten sehen.
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Letzte Amtshandlung: Stoppklötze an die Schubladenunterseite, dass sie nicht nach vorne herausfallen kann. Natürlich nur angeschraubt, man weiß ja nie, wann man sie doch mal herausziehen möchte (z.B. zum Reinigen).
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Und dann ab an den Bestimmungsort! Das Licht war gestern Abend leider nicht perfekt, aber ich denke man sieht genug. ;)
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Hier sieht man nach dem Ölen leider sehr deutlich Ausrisse und kleine Macken im Erle-Holz. Wer weiß, vielleicht ist die weiche Erle doch keine so gute Wahl für eine Tischoberfläche. Falls es im Laufe der Zeit schlimmer wird, kann ich aber immer noch einfach die Platte austauschen.
Bis dahin sage ich: live edge ist out, der neue Trend ist eine rough tough Oberfläche. :P
Beistelltisch_630.jpg


Die nächsten Bilder geben die Farbe der Erle am besten wider.
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Beistelltisch_650.jpg
Beistelltisch_660.jpg

Tisch fertig.

Und das Arbeiten mit Onlinekurs? Ist natürlich nicht wie live in der Kurswerkstatt. Schon alleine deshalb nicht, weil ich statt einem Wochenende ein halbes Jahr gebraucht habe. :lol:
Mit genügend Vorerfahrung reicht es aber auf jeden Fall aus, um neue Techniken zu lernen. Und es nimmt einem einige Überlegungen ab. 

Viele Grüße,
Jana
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Re: Wohnzimmertisch

Beitragvon michaelhild » So 10. Nov 2019, 17:47

Hallo Jana,

wieder ein tolles Möbel von Dir und ein kurzweilig zu lesender Bericht!
Grüße
Micha

Was man tut, kann man auch gleich richtig machen.
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Re: Wohnzimmertisch

Beitragvon oldtimer » So 10. Nov 2019, 18:56

Ich schließe mich Michaels Äußerung einfach einmal an.
Mir gefällt der Tisch und ich habe Deinen Bericht gerne gelesen, zumal wir auch gerade über einen neuen Tisch nachdenken.

Gruß
Volker
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Re: Wohnzimmertisch

Beitragvon Mario » So 10. Nov 2019, 21:53

Danach ging es ans weitere Auftrennen. Ziemlich viel Holz.

Und noch mehr Holz.

Mein neues Holzlager im Gästezimmer.

(Ausgewählte Holzwürmer können bestätigen, dass es sich nun besonders gut darin schläft. )


Wie jetzt, im Gästezimmer oder im Holz...wie auch immer, dann war`s wohl so oder so der gemeine Holzwurm, oder?! ;) :)

Hallo Jana
Das Design ist ehrlich gesagt nicht so meins, aber ich ziehe den Hut vor Deiner geleisteten Arbeit, gefällt mir richtig gut! :D

Grüße, Mario

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Klaus
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Re: Wohnzimmertisch

Beitragvon Klaus » So 10. Nov 2019, 22:08

Hallo Jana,

wieder ein sehr interessanter und kurzweilig zu lesender Werkstattbericht - vielen Dank dafür :) Und ein sehr schönes Möbel ist dabei auch noch rausgekommen. Zwar nicht ganz so mein Stil aber handwerklich toll gemacht. Die Schubladenblende mit abgewandelter Schweizer Kante passt da perfekt dazu. Jetzt ist doch bald mal Zeit für einen Abrichthobel, oder ;) Holz auftrennen im Gang, Stapeln im Gästezimmer uiuiui - meine Frau wäre absolut gar nicht amused ...

Übrigens - wenn ich eine Bandsäge hätte (was bisher aus Platzgründen nicht geht) würde ich sicher auch nicht auf der Kreissäge auftrennen :)

Gruss, Klaus

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tmaey
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Re: Wohnzimmertisch

Beitragvon tmaey » So 10. Nov 2019, 23:10

Saubere Arbeit und tolles Ergebnis. Von dem kurzweiligen Bericht ganz zu schweigen. Alles echt Jana :)
Danke dafür

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Baumbart
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Re: Wohnzimmertisch

Beitragvon Baumbart » Mo 11. Nov 2019, 03:18

Hallo Jana,
deine Teilnahme an dem Onlinekurs hat sich bezahlt gemacht, du hast da einen sehr schönen Tisch gebaut, die geschwungenen Zargen mit den Zapfenverbindungen gefallen mir besonders :D

Zu deinem Baubericht habe ich noch zwei Fragen
Wie hast du die "Kurven" gemacht, mit einer Schablone und der Fräse oder an der Bandsäge ausgeschnitten?

Ebenso die Zapfen mit Frässchablone hergestellt oder Ausgeschnitten?
Gruß Christian
Sauberes Werkzeug, saubere Arbeit :lol:

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Re: Wohnzimmertisch

Beitragvon Jana » Mo 11. Nov 2019, 20:06

Hallo zusammen,

vielen Iieben Dank für eure Kommentare! :)

Beim Design war ich auch erst etwas unsicher. Ich bevorzuge normal eher geradlinig modern. Aber ich finde der Tisch passt gut in unser Wohnzimmer, insbesondere zum Sofa, aber auch als gemütliches Stilelement in der Mitte des Raums.
Das schwierige wird jetzt nur den Rest vom Wohnzimmer darum herum zu gestalten. :lol:
Die Erle ist im Einzelstück sehr schön, aber als flächige Schranktüren z.B. wäre es mir zu unruhig. Da werde ich demnächst mal eine Kombination mit Ahorn ausprobieren.

Mario hat geschrieben:Wie jetzt, im Gästezimmer oder im Holz...wie auch immer, dann war`s wohl so oder so der gemeine Holzwurm, oder?! ;) :)

Ne, gemein war dieser Holzwurm nicht- im gegenteil. :lol:

Klaus hat geschrieben:Jetzt ist doch bald mal Zeit für einen Abrichthobel, oder ;)

Bei mir ist das mit der ADH leider wie bei dir mit der Bandsäge. :(
(ich könnte höchstens Bohrständer und Band -&Tellerschleifer rausschmeißen ... wenn diese Großmaschinen wenigstens Unterschränke hätten...)

Klaus hat geschrieben:Holz auftrennen im Gang, Stapeln im Gästezimmer uiuiui - meine Frau wäre absolut gar nicht amused ...

Hehe, da habe ich eindeutig den Vorteil, dass ich die Frau im Haus bin. 8-)
Mein Mann ist da sehr gelassen und während ich noch versuche meine Werkzeug- und Holz-Ausbreitung im Zaum zu halten, findet er immer einen Platz, den ich noch belegen darf. :)

Baumbart hat geschrieben:Zu deinem Baubericht habe ich noch zwei Fragen
Wie hast du die "Kurven" gemacht, mit einer Schablone und der Fräse oder an der Bandsäge ausgeschnitten?

Ebenso die Zapfen mit Frässchablone hergestellt oder Ausgeschnitten?


Die Kurven habe ich einfach mit einen dünnen Streifen Holz "gebogen" und auf das erste Stück gezeichnet. Ein 1-Mal-Kurvenlineal sozusagen.
Dann mit der Bandsäge ausgeschnitten. Danach etwas mit dem Schweifhobel und Schleifpapier weiter in Form gebracht. Die erste Zarge diente als Schablone zum Anzeichnen für die weiteren.
Ich bin gerade nicht mehr sichern ob ich diese dann bündiggefräst habe oder (aus Bequemlichkeit) auch nur gehobelt/geschliffen. Ich glaube aber, ich hatte sie gefräst.

Mit den Zapfen meinst du die Schwalbenschwänze an den Zargen? Die sind mit einem großen Zinkenfräser gefräst (die Zarge dabei hochkant in eine Führung eingespannt).

Viele Grüße, Jana

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Mandalo
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Re: Wohnzimmertisch

Beitragvon Mandalo » Mo 18. Nov 2019, 19:39

So liebe Jana, nun hatte ich in der Badewanne (da ich durchgefroren war und keine Sauna habe) die benötigte Zeit gefunden deinen Megabericht würdevoll durchzulesen. Weil so „geschwind“ macht man das nicht.

Ein echter Jana-Bericht mit Zahnstocher und Pausenbrot-Tischplatte - deine Berichte machen einfach Spaß.

Auch das fertige Möbel kann sich sehen lassen, gefällt mir sehr gut. Die Schwalbenschwanzverbindung ist mir total neu, so etwas habe ich bisher noch nicht gesehen. Auch wenn es Kursvorgaben waren, ich finde es cool. Auch deine abgerundete Schubladenfront fügt sich meiner Meinung nach harmonisch ins Gesamtbild. Gratuliere zu diesem Gesellenstück!
Mit nichts ist man großzügiger als mit gutem Rat!
Es grüßt euch Dieter


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